Assessment Center – der Weg zum begehrten Job

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Das Assessment Center (AC) gilt als eines der schwierigsten und härtesten Personalauswahlverfahren.  Schon allein deshalb fürchten sich viele Berufsanfänger, in der Regel Hochschulabsolventen, davor. Und auch Berufserfahrene fühlen sich bei dem Gedanken nicht gerade wohl, sich den Prüfungen und Aufgaben eines ACs unterziehen zu müssen.  Möchte man allerdings in bestimmten Branchen Karriere machen und gewisse Positionen besetzen, kommt man um das Assessment Center nur schwer herum. Denn als Personalauswahlverfahren hat es sich in vielen deutschen Unternehmen inzwischen etabliert, auch wenn es in manchen Fällen nicht offensichtlich als Assessment Center deklariert ist. Freuen Sie sich also nicht zu früh, wenn Sie zu einem Development Center, einem Bewerbertag oder einem Potenzialanalyse-Seminar eingeladen werden. In den meisten Fällen erwartet Sie ein Assessment Center oder ein vergleichbares Auswahlverfahren. Doch wer sich gründlich und intensiv vorbereitet, ist klar im Vorteil.

Unternehmen sind auf der Suche nach Ihnen

Sie können davon ausgehen, dass man Ihnen im Assessment Center nichts Böses will. Im Gegenteil: die Unternehmen sind auf der Suche nach Mitarbeitern, Nachwuchsführungs-kräften und Führungspersonal. Wenn Sie also zu einem AC eingeladen werden, haben Sie schon einen Teilerfolg zu verbuchen, denn Sie haben den potenziellen Arbeitgeber von Ihren fachlichen Qualifikationen bereits überzeugen können. Sinn und Zweck des ACs ist es, Ihre Stärken, Ihre sozialen Kompetenzen und Ihre Kommunikationsfähigkeit herauszufinden. Die Suche nach Ihren Schwächen steht erst einmal nicht im Vordergrund.

Durch Übung zum Erfolg

Eine gute und solide Vorbereitung und das Wissen darüber, was im Assessment Center entscheidend ist und was geprüft wird, ist das A und O. Die Palette der Aufgaben und Prüfungen, auf die Sie in Assessment Centern treffen können, ist reichhaltig. Da jeder Arbeitgeber einen anderen Schwerpunkt bei der Auswahl seiner Mitarbeiter setzt, hängt die Zusammenstellung der Übungen von den jeweiligen Bedürfnissen des Unternehmens ab.

Folgende Aufgaben können Ihnen im Assessment Center begegnen:

  • Gruppendiskussionen (führerlos, mit Moderator, mit oder ohne vorgegebene Rolle, mit oder ohne vorgegebenem Thema)
  • Rollenspiele (Mitarbeitergespräch, Kunden- bzw. Verhandlungsgespräch, Diskussionsrunden)
  • Präsentationen und Vorträge (mündliche oder schriftliche Päsentation eines vorgegebenen oder selbst ausgewählten Themas, evtl. anschließende Diskussion mit den Beobachtern)
  • Selbstpräsentation (mündlich oder schriftlich)
  • Postkorbübung (mündliche oder schriftliche Lösungspräsentation mit oder ohne anschließende Befragung)
  • Fallstudien, Planspiele, Schätzaufgaben (Einzel- oder Gruppenübungen mit mündlicher oder schriftlicher Präsentation)
  • Interviews (persönliches Gespräch, meist mit Personalentscheidern)
  • Tests (Intelligenztests, Konzentrations- und Leistungstests, Persönlichkeitstests, Fach- und Wissenstests)
  • Selbst- und Fremdeinschätzungen (mündliche Befragung, computergestützte Testaufgaben)
  • Konstruktionsübungen (praktische, kreative Übungen, selten Fach- und Wissenstests)

Eine Vorgabe, wie ein Assessment Center ablaufen oder die Zusammenstellung der Prüfungsaufgaben aussehen sollte, gibt es nicht. Auch die Dauer des Auswahlverfahrens ist nicht einheitlich. In der Regel setzen die Unternehmen ein bis zwei Auswahltage an, der Trend geht jedoch eindeutig zu eintägigen Auswahlverfahren. In Ausnahmefällen, etwa bei der Auswahl von absoluten Spitzenkräften, kann ein Assessment Center auch über zwei Tage hinausgehen. Einige Firmen bieten sogenannte Test-ACs in Zusammenarbeit mit Hochschulorganisationen an. Am besten üben Sie die Aufgaben indem Sie ein Assessment Center bei einem Unternehmen durchlaufen, bei dem Sie nicht unbedingt anfangen möchten. Oder fragen Sie ehemalige Testteilnehmer, die auf diese Weise ihren begehrten Traumjob gefunden haben.

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