Ausgebrannte Studenten

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Burnout – diese Diagnose ist in der Arbeitswelt kein seltenes Phänomen mehr. Der Druck und der damit verbundene Stress nimmt immer mehr zu und häufig fehlen Strategien, um dem gegensteuern zu können. Doch nicht nur Manager, Sozialarbeiter und Lehrer leiden unter Burnout – auch Studierende müssen sich heute mit diesem Problem auseinandersetzen.

 

Burnout (Engl. ausgebrannt) lautet die Diagnose, wenn sich der Patient nicht mehr in der Lage fühlt, den hohen Anforderungen gerecht zu werden, die die Umwelt an ihn stellt. Der Psychoanalytiker Freudenberger führte diesen Begriff in den 1970er Jahren ein, um damit gesundheitliche Folgen beruflicher Überlastung vor allem im sozialen Bereich zu bezeichnen, ohne dass bereits eine Krankheit vorliegt.

Heute ist diese Diagnose in allen Arbeitsbereichen zu finden, so auch unter den Studierenden. Als Grund geben die Studenten u.a. die Studienverschärfung durch die Bologna-Reform an. Viele nennen dabei die Studienzeitverkürzung, erhöhte Arbeitsdichte, weniger Freiräume und steigender Leistungs- und Konkurrenzdruck als Ursachen für erhöhten Stress.

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) beschreiben sich 75% der befragten Studierenden (n=1000) aus Nordrhein-Westfalen als nervös und unruhig. 25% der Befragten leiden phasenweise unter tiefster Verzweiflung und mehr als jeder siebte Befragte unter Panikattacken. Bei dieser und anderen Studien fällt auf, dass Frauen häufiger Anzeichen von Burnout aufweisen, jedoch offener gegenüber Hilfen und Therapien eingestellt sind, wie die männlichen Befragten. Aus der Studie der TK geht hervor, dass die Studierenden zur Stressbewältigung zu Zigaretten und Alkohol greifen und auch die Einnahme von Psychopharmaka deutlich angestiegen ist.

Studien:

http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/456454/Datei/80754/Forsa-Studie%20Studentenalltag%20in%20NRW.pdf

http://journal-bmp.de/2013/06/ausgebrannte-studierende-burnout-gefahrdung-nach-dem-bologna-prozess/

 

Ein Problem in Bezug auf Burnout ist, dass oft Techniken zum rechtzeitigen Erkennen und Gegenwirken fehlen. Einige Plattformen im Internet bieten daher kostenlose Tests an, mit denen jeder selbst testen kann, wie stressresistent und belastbar er/sie ist.

Tests:

http://psyga.info/ihre-schritte/problem-erkennen/selbsttest-fuehrungskraefte-wie-belastet-bin-ich/

http://www.hilfe-bei-burnout.de/burnout-test/

 

Um einem Burnout vorzubeugen, sollte nicht nur die eigene Belastung bekannt sein, sondern auch Strategien zum Schutz vor dem Ausbrennen. Dabei spielen Entspannung und Fitness eine zentrale Rolle. Mit Sport und Entspannungsübungen kann oft der stressige Berufsalltag ausgeglichen werden.

Weitere Vermeidungsstrategien können in der nachfolgenden Literatur nachgelesen werden.

 

Literatur-Tipps:

Dr. Christian Stock: Burnout. Erkennen und verhindern. Haufe, Freiburg München 2010.

Julia Scharnhorst: Burnout – mit Arbeitshilfen online. Präventionsstrategien und Handlungsoptionen für Unternehmen. Haufe, Freiburg München 2012.

Roland Geisselhart/Christiane Hofmann: Stress ade. Die besten Entspannungstechniken. 6. Auflage, Haufe, Freiburg München 2013.

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