Der Einstieg ins Unternehmen als Controller

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Stift der eine Summe rot umrandet

Wer sich nach dem Studienabschluss fragt, welche Tätigkeit für ihn in Frage kommt, stößt dabei vielleicht auch auf Stellenangebote für Controller. Dies ist ein kaufmännischer Tätigkeitsbereich, der eigentlich in jedem Unternehmen vorhanden ist. In kleineren und mittleren Unternehmen übernimmt diesen oft noch die Geschäftsführung selbst oder auch die Leitung des Rechnungswesens. In größeren Betrieben sind jedoch oft ein oder mehrere solcher gesondert beschäftigten Strategen für das reibungslose Funktionieren eines Unternehmens zuständig. Was genau macht aber eigentlich ein Controller?

Controlling: Mehr als nur Kontrolle

Was so ähnlich klingt, ist bei weitem nicht das Gleiche: Kontrolle ist zwar ein Bestandteil des Controllings, aber der Controller ist bei weitem nicht nur ein Kontrolleur. Das englische Wort to control lässt sich übersetzen mit „prüfen, regeln, überwachen“. Im Gegensatz dazu wird das deutsche „kontrollieren“ im Englischen mit to check oder to examine übersetzt. Lassen Sie sich also nicht verwirren: Controlling ist nicht allein Kontrolle, sondern man kann es als eine Form der kontrollierten Steuerung auffassen.

 

Die Stellung des Controllers

Die kontrollierte Steuerung, wie oben beschrieben, ist eine Aufgabe des zentralen Managements. Immerhin werden hier die Entscheidungen getroffen, die die Zukunft des Unternehmens betreffen. Controlling ist demnach eine umfassende und komplexe Führungsfunktion.

Unternehmenssteuerung ist Managementaufgabe, aber das Management benötigt dazu speziell aufbereitete Informationen. Diese zu beschaffen, aufzubereiten und den Entscheidungsträgern zuzuleiten, ist die Hauptaufgabe des Controllings.

Einfach ausgedrückt, könnte man das Verhältnis zwischen Controlling und Unternehmensführung wie folgt beschreiben:

  • Das Management ist verantwortlich dafür, was geplant wird. Die Unternehmensführung trägt damit die Verantwortung für das Erreichen der geplanten Ergebnisse.
  • Der Controller stellt die zur Unternehmensführung erforderlichen Daten und Systeme zur Verfügung. Er ist verantwortlich dafür, wie geplant wird, und sorgt für die erforderliche Transparenz.
  • Beide gemeinsam arbeiten daran, dass die Unternehmensziele erreicht werden.

 

Die Rolle des Controllers im Unternehmen ist damit vergleichbar mit der des Lotsen an Bord: Der Controller erkennt rechtzeitig Untiefen und macht den Kapitän – die Unternehmensführung – darauf aufmerksam. Die Verantwortung liegt aber nach wie vor beim Kapitän. Der Lotse greift auch nicht direkt in das Geschehen ein, das wiederum ist die Aufgabe des Steuermanns, dessen Arbeitsplatz im Rechnungswesen angesiedelt ist. Alle drei gemeinsam sorgen für eine sichere Fahrt. Diese Aufgabenteilung zeigt, dass die Grenzen nicht immer scharf gezogen werden können. Das ist aber auch nicht wesentlich, solange das Unternehmen sicher geführt wird.

Wie steht der Controller in der Unternehmenshierarchie? In der Regel ist die Controllingabteilung eine klassische Stabsabteilung. Sie ist der Unternehmensführung zugeordnet und hat keine direkte Weisungsbefugnis untergeordneten Stellen gegenüber. In einigen Unternehmen steht die Controllingabteilung gleichrangig neben den Fertigungsbereichen. Auch hier untersteht sie direkt der Unternehmensführung und ist den anderen Bereichen nicht übergeordnet. Controller verstehen sich als interne Berater der Entscheidungsträger und als Navigatoren auf dem Weg zur Erreichung der Unternehmensziele.

 

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Kommentare

  • Benedict Gsöllpointner sagt:

    Ich finde diesen Artikel sehr gelungen :=)

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