Die Kunst des freien Sprechens – Rhetorik und Körpersprache

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Im Studium und in der Ausbildung kommt jeder in die Situation, vor einer Gruppe oder einer Einzelperson sprechen zu müssen. Viele leiden dabei unter Lampenfieber. Während der Student bei einem Referat vor seinem Kurs in der Universität noch relativ entspannt ist, nimmt der Druck zu, wenn die Gruppe unbekannt ist. Mit so einer Situation werden Sie des Öfteren im Berufsleben konfrontiert sein. Dort kann es vorkommen, dass Sie etwas vor ihrem Vorgesetzten, ihren Kollegen oder Kunden präsentieren müssen.

Um solche Situationen professionell meistern zu können, gibt es einige Tipps, die Sie beachten sollten.

 

Allgemein:

1. Übung macht den Meister! Je häufiger Sie vor einer Gruppe sprechen und etwas präsentieren müssen, desto sicherer werden Sie.

2. Je besser Sie einen Vortrag vorbereiten, desto sicherer wirken Sie während der Präsentation. Sprechen Sie vorher Ihren Vortrag ein, zwei Mal durch und üben Sie auch vor Freunden. Diese können Ihnen anschließend meist wertvolle Tipps geben, wie Sie etwas verbessern können.

3. Sie müssen am Anfang die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer einfangen, so dass Sie gespannt sind auf den weiteren Vortrag. Daher ist der Einstieg besonders wichtig.  Fangen Sie erst an, wenn das Publikum zur Ruhe gekommen ist. Als bewährte Einstige bieten sich Fragen oder Anekdoten an.

 

Rhetorik:

4. Während Ihres Vortrags müssen Sie auf einige Dos und Dont´s achten:

  • Dos:
    • Kurze Sätze bilden! Diesen kann der Zuhörer leichter folgen.
    • Vergleiche und Beispiele bringen! Damit kann sich das Publikum einen Zusammenhang leichter merken.
    • Pausen machen! Mit diesem Mittel können Sie dem Zuhörer zum einen eine Bedenkzeit einräumen und zum anderen die Bedeutung einer Aussage unterstreichen.
  • Dont´s:
    • Einschiebungen vermeiden!
    • Nicht zu viele Fremdwörter verwenden!
    • Füllwörter vermeiden!
    • Keine zu starke Dialektfärbung!

5. Achten Sie während Ihres Vortrags auf eine angemessene Lautstärke und Redegeschwindigkeit.

6. Reden Sie so frei wie möglich! Nutzen Sie dabei vor allem anfangs Stichwortzettel, die Ihnen helfen; sich an Ihrer Gliederung entlang zu hangeln und Ihnen Sicherheit bieten können.

 

Körpersprache:

7. Neben der Rhetorik, ist auch auf eine passende Körpersprache zu achten. Verschränken Sie während des Vortrags nicht ihre Arme vor der Brust, da dies abweisend wirkt.

8. Ein sicherer Stand ist wichtig. Wenn Sie dauernd von einem Bein zum anderen wechseln, vermittelt dies den Eindruck von Unsicherheit. Daher sollten Sie sich möglichst mit leicht gespreizten Beinen und einem ruhigen, aufrechten Oberkörper mit entspannten Schultern vor Ihr Publikum stellen.

9. Nutzen Sie passende Gesten, um Ihre Präsentation lebendig zu gestalten. Optimaler Weise sollten Sie Ihre Hände im Bereich zwischen Hüfte und Brust halten, was durch das Halten eines Stichwortzettels einfach zu erfüllen ist.

10. Lassen Sie Ihr Gesicht sprechen! Eine passende Mimik zum Vortrag ist unerlässlich. Unterstreichen Sie positive, negative, traurige, fröhliche, bedeutende und aufregende Aspekte Ihrer Präsentation mit einem passenden Gesichtsausdruck.

11. Halten Sie Blickkontakt mit dem Plenum! Um auf Nummer sicher zu gehen, suchen Sie sich drei direkte Ansprechpartner unter den Zuhörern (Links – Mitte – Rechts) und suchen Sie abwechselnd Blickkontakt mit diesen.

 

Weitere Tipps und Anregungen rund um das Thema Freies Sprechen, Rhetorik und Körpersprache, finden Sie u.a. in folgenden Büchern:

  • Peter Flume und Wolfgang Mentzel: Rhetorik, Freiburg 2012².
  • Tiziana Bruno, Gregor Adamczyk und Wolfgang Bilinski: Körpersprache und Rhetorik. Ihr souveräner Auftritt, Freiburg 2011.

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