Die passive Bewerbung – so werden Personaler auf Sie aufmerksam!

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Was ist eine passive Bewerbung?

Bei der passiven Jobsuche hinterlegen Sie ein aussagefähiges Profil und Ihren Lebenslauf auf einer Online-Plattform (z.B. Jobbörse, Lebenslaufdatenbank oder Soziales Netzwerk). Auf diesem Weg ermöglichen Sie Personalabteilungen oder Headhuntern, Sie bei der Suche nach geeigneten Kandidaten zu finden und Sie mit einem attraktiven Jobangebot zu locken.

Passive Bewerbungsverfahren werden immer beliebter: Laut einer Studie des Center of Human Resources Information hinterlegten im Jahr 2014 72 % der Studienteilnehmer einen Lebenslauf in einer Internet-Stellenbörse sowie 48 % in einer Lebenslaufdatenbank eines Unternehmens; 67% verfügten über ein öffentliches Profil in einem Karrierenetzwerk.

Dennoch wird diese Art der Bewerbung meist nur als zusätzliche Form neben der aktiven Bewerbung gewählt.

 

Welche Vorteile hat die passive Bewerbung?

  • Mit dem Hinterlegen Ihres Profils und Lebenslaufs auf einer Online-Plattform können Sie mit wenig Aufwand viele potenzielle Arbeitgeber erreichen. Aufgrund der Zeitersparnis lohnt sich dies gerade für Berufstätige.
  • Auch wenn Sie gar nicht auf der Suche nach einem neuen Job sind, können Sie dadurch zumindest Ihren Marktwert ausloten.
  • Viele Unternehmen nutzen diese Vorgehensweise mittlerweile verstärkt als Recruiting-Instrument, da sie kostengünstig und einfach handhabbar ist.
  • Für Berufstätige erscheint das passive Bewerbungsverhalten meist diskreter, als offensiv auf ein anderes Unternehmen zuzugehen.

 

Welche Nachteile hat die passive Bewerbung?

  • Bei Weitem findet nicht jeder passive Bewerber über diesen Weg einen Job. Im Gegensatz zur aktiven Bewerbung ist hier der Erfolg deutlich mehr vom Zufall bestimmt: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Wunscharbeitgeber auf der richtigen Plattform zum passenden Zeitpunkt nach Ihnen sucht, ist nicht sonderlich hoch.
  • Um sich einem breiten Markt zu präsentieren, müssen Sie Ihr Profil und Ihren Lebenslauf allgemeiner gestalten als bei einer direkten Bewerbung. Dadurch können Sie Ihren Arbeitgeber nicht von Ihrem Interesse für das Unternehmen überzeugen, was beispielsweise bei der Initiativbewerbung  möglich ist.
  • Die passive Bewerbung verleitet dazu, sich zurückzulehnen und die Komfortzone nicht zu verlassen. Dieser Weg führt jedoch selten zum Erfolg und reicht vor allem bei Arbeitssuchenden nicht als alleinige Bewerbungsart aus.
  • Auch Ihr aktueller Arbeitgeber kann Ihre Online-Aktivitäten bemerken, wobei es einen Unterschied macht, ob Sie nur ein Profil veröffentlichen oder ob Sie Ihre Suche nach einem neuen Arbeitgeber explizit zu erkennen geben.

 

Was müssen Sie bei der Nutzung der passiven Bewerbung beachten?

  • Die passive Bewerbung stellt zwar eine relativ einfache Art der Bewerbung dar, aber wenn Sie damit Erfolg haben wollen, dürfen Sie „passiv“ nicht als „abwarten“ verstehen, sondern müssen Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Erstellen Sie ein aussagekräftiges Profil auf den gängigen Business-Netzwerken, z.B. Xing, LinkedIn, Viadeo oder Absolventa. Achten Sie darauf, Ihre Angaben stets auf dem aktuellen Stand zu halten.
  • Achten Sie auf Ihre Online-Reputation: Professionalisieren Sie Ihre Präsentation in Sozialen Netzwerken und nutzen Sie die Privatsphäre-Funktionen der Plattformen.
  • Laden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf entsprechenden Jobbörsen hoch, z.B. monster.de, stepstone.de, absolventa.de oder jobhunter.de.
  • Wenn Sie bereit sind, mehr Zeit in Ihren beruflichen Online-Auftritt zu investieren, eignet sich Twitter, um Ihren potenziellen Arbeitgeber von Ihrer Expertise und Ihrem Engagement zu überzeugen: Twittern oder retweeten Sie dort relevante Neuigkeiten und interessante Informationen aus Ihrem Fachbereich und lassen Sie Ihre Follower beispielsweise daran teilhaben, wenn Sie Branchen- oder Fachveranstaltungen besuchen. Folgen Sie gezielt Personen aus Ihrer Branche und potenziellen Arbeitgebern. So erhalten Sie nebenbei nützliche Informationen über das Unternehmen und offene Stellen.
  • Zusätzlich können Sie einen Blog oder eine eigene Homepage für Ihr Selbstmarketing, Ihr Personal Branding, nutzen.
  • Verlinken Sie Ihre Online-Aktivitäten miteinander und bauen Sie sich ein zielgerichtetes Netzwerk auf.

 

 

Weitere Tipps für Ihre Bewerbung erhalten Sie hier:

Uta Rohrschneider, Michael Lorenz: Bewerbung für Berufseinsteiger. Haufe: Freiburg, München 2015.

Birgit Ebbert: Selbstmarketing. Haufe: Freiburg, München 2013.

Doris Brenner, Frank Brenner: Punkten Sie mit Ihren Stärken – inkl. Arbeitshilfen online. Haufe: Freiburg, München 2015.

Franz Hölzl, Nadja Raslan: Mut. Wagen und Gewinnen. Haufe: Freiburg, München 2012.

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