Die Qual der Wahl – Die richtigen Entscheidungen im Studium treffen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Die Anfangszeit als Student steckt voller schwieriger Entscheidungen: BWL oder VWL? Berlin oder München? Studentenwohnheim oder WG?

Diese Entscheidungen werden nicht leichtfertig gefällt, schließlich stellt das Studium die Weichen für die berufliche Zukunft.

Während des Studiums eröffnet sich eine Vielzahl weiterer Wege und Alternativen: Mache ich ein Auslandsemester und wenn ja, wo? Wann ist ein Praktikum sinnvoll? Welcher Nebenjob ist der richtige für mich? Wie geht es nach dem Studium weiter?

Die Fülle an Möglichkeiten und Freiheiten kann ein Gefühl der Angst auslösen: Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, Angst, etwas zu verpassen, oder Angst, einen Fehler zu machen, der die Zukunft negativ beeinflusst. Diese Angst kann blockieren und die Entscheidungsfindung behindern.

 

5 Schritte helfen Ihnen beim Entscheidungsprozess:

 

1. Schritt: Legen Sie Ihre Fragestellung fest

Klingt logisch, ist aber oft gar nicht so einfach. Wird die Fragestellung nur ungefähr festgelegt oder verschiedene Fragen miteinander vermischt, kann sich schnell ein Gefühl der Überforderung einstellen. Formulieren Sie die Fragestellung deshalb ganz konkret und konzentrieren Sie sich auf den Kerninhalt.

2. Schritt: Klären Sie Ihre Ziele

Hinter jeder Entscheidung stehen verschiedene Ziele, meistens mehrere gleichzeitig, oft auch widersprüchliche. Sie müssen sich klar werden, was Ihnen wichtig ist und wie wichtig es Ihnen ist. Setzen Sie Prioritäten und definieren Sie ein Hauptziel, dem alle Nebenziele nachgeordnet sind.

3. Schritt: Entwickeln Sie Ihre Optionen

Jetzt ist es Zeit für das Konkretisieren der Optionen und Lösungsmöglichkeiten. Dabei hilft eine Beschränkung auf die wichtigsten, denn zu viele Möglichkeiten können den Entscheidungsprozess lähmen.

4. Schritt: Treffen Sie Ihre Entscheidung

Überprüfen Sie die Optionen darauf, inwieweit sie Ihren Zielen und Anforderungen entsprechen. Wählen Sie diejenige Alternative aus, die das beste Gesamturteil aufweist. Sie können zwar nie sicher sein, ob die Entscheidung auch zum gewünschten Erfolg führt, aber in vielen Fällen haben Sie keine andere Wahl, als Ihrer Intuition zu vertrauen.

 5. Schritt: Prüfen Sie das Ergebnis

Jede Entscheidung eröffnet Ihnen die Chance, Ihre Entscheidungsfähigkeit zu verbessern. Voraussetzung ist eine ehrliche Analyse Ihrer getroffenen Entscheidung – aber erst, wenn die Folgen Ihrer Wahl abzusehen sind. Stellen Sie sich dann die Frage: War die Entscheidung richtig und habe ich wirklich das bewirkt, was ich bewirken wollte?

 

Tipp: Veranschaulichen Sie Ihren Entscheidungsprozess! Geeignete Hilfsmittel sind z.B. Mindmaps, Pro-und-Contra-Listen oder Entscheidungsbäume.

 

Kein noch so durchdachter Entscheidungsprozess kann Ihnen garantieren, dass Sie die richtige Entscheidung treffen. Aber zumindest sollten Sie im Nachhinein sagen können: Ich habe die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen.

 

Weitere Informationen und Techniken zum Treffen von Entscheidungen sowie viele hilfreiche Strategien und Tricks finden Sie u.a. hier:

Matthias Nöllke: Entscheidungen treffen. Haufe: Freiburg, München 2015.

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