Die richtigen Prioritäten in Studium und Karriere setzen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Der Weg

Im Alltag entscheiden wir ständig über die Wichtigkeit von Tätigkeiten und darüber, wie viel Zeit wir für die einzelnen Tätigkeiten oder Tätigkeitsbereiche aufwenden: Was ist wichtig, was ist zuerst an der Reihe, was ist dringend usw.? Und natürlich auch: Was können wir weglassen? Das Problem ist, dass es hierbei manchmal zu falscher Priorisierung kommen kann. Statt die wichtige und dringend anstehende Präsentation für die Universität vorzubereiten, werden unwichtige Erledigungen vorgeschoben. In der Arbeit werden statt der unangenehmen Kundenbetreuung, kleinere Aufgaben bearbeitet, die eigentlich auch noch einige Tage warten könnten. Oft ist man sich gar nicht ganz bewusst, wann man falsche Prioritäten setzt. Der folgende Test kann Ihnen helfen sich über Ihre Tätigkeitsverteilung klar zu werden und die anschließende Priorisierung vorzunehmen.

 

Test: Wie teilen Sie Ihre Zeit ein?

Nehmen Sie bitte Ihren Organizer zur Hand und betrachten Sie einige Übersichten vergangener Tage. Sollten Sie keinen Planer haben, lassen Sie die letzten Tage bitte einfach in Gedanken Revue passieren. Was stellen Sie fest, wenn Sie ganz spontan mit Ja oder Nein antworten?

  • Haben Sie zu viel gearbeitet?
  • Konnten Sie nur sehr eingeschränkt auf Ihre Bedürfnisse achten?
  • Hatten Sie wenig oder gar keine Freizeit?
  • Haben Sie nur unregelmäßig gegessen oder Pausen gemacht?
  • Verbrachten Sie Zeit mit Dingen, die nicht mit Ihrem Beruf oder Studium  zu tun hatten, die Sie nicht tun wollten, die Ihnen nicht wichtig waren, denen sich aber verpflichtet gefühlt haben?
  • Fühlten Sie sich verspannt, angespannt, ausgenutzt oder geladen?
  • Waren Sie müde und unmotiviert?
  • Hatten Sie das Gefühl, nichts geschafft zu haben?

 

Wenn Sie diese Fragen durchweg mit Nein beantworten konnten, dann ist alles in bester Ordnung. Dann sind Sie auf einem guten Weg, ein gelassener Mensch zu werden. Falls Sie mehrfach Ja gesagt haben, verdienen diese Punkte Ihre Aufmerksamkeit. Darin finden Sie einen weiteren Schlüssel zu Ihrer Gelassenheit.

Überlegen Sie: Wofür und wogegen haben Sie sich entschieden?

1 Was haben Sie als wichtig eingestuft?

2 Was haben Sie überbewertet?

3 Was haben Sie möglicherweise vernachlässigt?

4 Sind Ihre Wichtig-Tätigkeiten und Ihr Zeitkontingent miteinander kompatibel?

5 Was könnten Sie weglassen und anstelle dessen tun?

6 Haben Sie sich und Ihre Bedürfnisse ebenso wichtig genommen wie andere Aufgaben?

 

Mit der Zeit achtsam umgehen

Sie entscheiden wiederum, wie Sie mit Ihren täglichen 24 Stunden umgehen. Weitermachen wie bisher oder etwas verändern? Weitermachen ist dann empfehlenswert, wenn Sie gut mit Ihrer Zeit klarkommen und schon relativ gelassen sind: „Never change a running system!“ Änderung ist dann angesagt, wenn Sie unter Stress und Hektik leiden.

 

Hilfreich: die ABC-Analyse

Arbeiten Sie bereits mit einer ABC-Priorisierung für alle anfallenden Tätigkeiten? Diese hilft Ihnen, Ihre Aktivitäten zu gewichten. Versehen Sie in Ihrem Zeitplaner alle Aufgaben mit A, B oder C und einer entsprechenden Zeitschiene. Dann haben Sie eine Grundlage dafür, wie viel Zeit die einzelnen Bereiche in Anspruch nehmen dürfen. Über zu viele C-Aufgaben müssen Sie kritisch nachdenken. In diese Betrachtung sollten nicht nur anstehende Erledigungen und Verpflichtungen einbezogen werden, sondern auch Sie als Person mit Ihren Bedürfnissen. Wer sich nicht ebenso bewusst für Pausenzeiten, sein Wohlergehen oder seine Freizeit entscheidet, wird dies letzten Endes auch nicht in seinem Tagesplan wiederfinden. Um zur Gelassenheit zu gelangen, ist der persönliche Ausgleich sehr wichtig.

 

Weitere Tipps für mehr Gelassenheit finden Sie in unserem Jubiläumstaschenguide „Stressfrei arbeiten“ von Elke Nürnberger, Roland R. Geisselhart und Christine Hofmann.

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