Diese Kompetenzen werden von Personalern verlangt

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Die Anforderungen im HR-Profil sind in den vergangenen Jahren beträchtlich gestiegen. In der Titelgeschichte der Juli-Ausgabe setzt sich das Personalmagazin damit auseinander, was Personaler heutzutage können müssen und wie sich die Anforderungen an Sie verschoben haben. Außerdem zeigt eine Blick auf die Hochschullandschaft, wo es überhaupt noch reine Personalmanagement-Studiengänge gibt, die den Nachwuchs vorbereiten.

Dass es für Personaler nicht mehr ausreicht, nur eine rein interne oder administrative Rolle in Unternehmen einzunehmen, zeigen unterschiedliche Studien. Als Beispiel nennt das Personalmagazin eine Untersuchung des Beratungsunternehmen Boston Consulting Group  oder jene von Kienbaum. Fachliche Kompetenz in spezifischen HR-Themen genügt danach nicht mehr. Vielmehr richten Linienmanager heute zusätzliche Anforderungen an Personaler, wie etwa ein gutes Analysevermögen, kommunikative Fähigkeiten sowie unternehmerisches Denken. „Heute wird ein kompetenter Business-Partner erwartet, der vermittelt, berät und aktiv mitgestaltet, um die Anforderungen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer optimal zusammenzuführen“, so Stefan Lauer, Personalvorstand der Lufthansa, im Personalmagazin, Ausgabe 07/2012. Zudem seien in Konzernen für eine erfolgreiche internationale Personalarbeit Faktoren wie kulturelle Offenheit, soziale Intelligenz sowie Empathie notwendig, ergänzt Lauer.

Allerdings zeigen die Ausführungen im Personalmagazin auch: Personalerkompetenz hat nicht nur mit Können, sondern auch mit Dürfen und Befugnis zu tun. Letztlich geht es darum, auf höchster Unternehmensebene mitzureden und zu entscheiden. „Der oberste Personalmanager muss in den Olymp des Unternehmens, er ist nicht Stabsfunktion, oder Berater für die Unternehmensleitung, sondern muss selbst Unternehmenslenker sein“, zitiert das Fachblatt Gunther Olesch, Geschäftsführer Personal bei Phoenix Contact.

Lehrstühle für Personalmanagement werden seltener

Was bedeutet dies nun für die Ausbildung im Personalbereich? Zwar gehören Inhalte aus dem Bereich Personal in den Hochschulen zum Standardprogramm. Reine Lehrstühle für Personalmanagement aber werden rar. „An so mancher Universität ringen Personalprofessoren mit ihren Wirtschaftskollegen anderer fachlicher Schwerpunkte um die Lehrstühle. Wenn renommierte Personalwissenschaftler – wie im vergangenen Herbst Professor Manfred Becker, der in Halle den Master-Studiengang HRM installierte und vorantrieb –, emeritiert werden, werden die Lehrstühle nicht gleich wieder besetzt oder mit Juniorprofessoren bestückt, sondern wandeln sich in Kombinationsfächer wie Personal- und internationales Management oder HR- und Beratungsdienstleistung“, schreibt die Journalistin Ruth Lemmer im Personalmagazin.

So bieten Hochschulen Management-Masterstudiengänge, die Personal integrieren, weit häufiger an, als reine Personal-Master. So zählt das Personalmagazin mehrere Lehranstalten auf, die Mischformen anbieten:

  • ESCP Europäische Wirtschaftshochschule Berlin: Master in Management
  • Hochschule Ludwigshafen: Studiengang Internationales HRM
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen: Studiengang Arbeitsmarkt und Personal
  • Universität Potsdam: Personalmanagement als Bestandteil des Bereichs allgemeine BWL
  • Universität Siegen: Studiengang Management und Märkte
  • der Freie Universität Berlin:  Neuer Masterstudiengang mit Schwerpunkt auf den Teilaspekt der Personalarbeit Gender- und Diversity-Kompetenz

Unter den Masterstudiengängen gibt es lediglich drei Spezialisten, die mit einem Vollzeitstudium zum Personalmanagement werben:

  • Universität Hamburg: Master of Arts in Human-Resource-Management/Personalpolitik
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Master of Science in Human-Resources-Management
  • Leuphana Universität Lüneburg: Master of Arts in Management & Human Resources

Insgesamt macht das weniger als 100 Plätze für ganz Deutschland.

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