Do’s & Tabus beim Auslandsaufenthalt in Spanien

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Spanische Gepflogenheiten; Quelle: photos.com

Steht bei Ihnen ein Praktikum oder ein Studienaufenthalt in Spanien an? Dann sollten Sie sich auf die kulturellen Gegebenheiten dort einstellen:

Der persönliche Kontakt und gute Beziehungen sind in vielen Bereichen essentielle Grundpfeiler der spanischen Wirtschaft. Eine gute Arbeitsatmosphäre definiert sich in erster Linie über die guten Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten. Informationen werden häufig lieber in ZweierGesprächen als in Meetings weitergegeben. Auch beim Aufbau von neuen Geschäftsbeziehungen möchte man sich zunächst ein Bild über die Vertrauenswürdigkeit des potenziellen Partners machen, bevor man zum Geschäft kommt.

Auftreten und Kommunikation

Die Begrüßung zwischen Männern erfolgt im Geschäftsleben mit einem Händedruck oder einer Umarmung und Schulterklopfen, wenn man sich etwas besser kennt; Frauen begrüßen sich gegenseitig – aber auch Männer – häufig mit einer leichten Umarmung und Wangenküsschen. In der Regel ist die Körperdistanz geringer als in Deutschland, der Körperkontakt ausgeprägter: Bei Gesprächen wird öfter der Arm oder die Schulter der Gesprächspartner berührt. Verbreitet ist es auch, dem anderen ins Wort zu fallen. Dadurch werden in Spanien meist aufmerksames Zuhören und Bestätigung signalisiert, nicht wie in Deutschland Widerspruch.

Egal ob erster Kontakt oder Meeting mit bekannten Geschäftspartnern: Auf die Geschäfte kommt man erst nach dem Small Talk und einem ausgiebigen privaten Austausch von Neuigkeiten zu sprechen. Dazu zählen auch Fragen nach der Familie und den Kindern.

Ein spanisches Sprichwort besagt, dass nur das Theater und der Stierkampf pünktlich beginnen. Dies ist natürlich, insbesondere bei geschäftlichen Terminen, etwas übertrieben. Trotzdem sollten Sie auf Verspätungen gefasst sein und keinesfalls verärgert reagieren. Trotz mancher Verspätung und der berühmten Siesta (ca. 13.00 bis 16 Uhr) gilt: In Spanien wird ebenso hart wie lange, oft bis in den späten Abend hinein, gearbeitet.
In Kleiderfragen gibt es in Spanien keine Kompromisse: Mann trägt elegante und teure Anzüge und Krawatte, zieht aber das Sakko bei großer Hitze schon mal aus. Der spanischen Business-Frau sind Chic und Modemarken wichtig.

Essen, Trinken und Einladungen
Viel Wert wird auf Essen gelegt; Einladungen in Restaurants sind häufig. Auch bei Essen mit Geschäftspartnern geht es recht leger und fröhlich zu. Im Vordergrund stehen angeregte Gespräche und der private Austausch, nicht Geschäfte. Die Rechnung wird vom Gastgeber übernommen. Der Rechnungsbetrag wird nicht aufgerundet, sondern das Trinkgeld auf dem Tisch liegen gelassen.

Do’s & Tabus

  • Einzelrechnungen sind inakzeptabel, Gegeneinladungen aber wichtig.
  • Der Stolz der Spanier – auch auf spanische Traditionen – ist, zumindest in Deutschland, sprichwörtlich. Belehren Sie Spanier nicht, dass man Stierkämpfe verbieten sollte.

 

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