Downshifting – weniger Arbeit und mehr Lebensqualität?

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Sie haben schon länger das Gefühl, zu viel Zeit in der Arbeit zu verbringen? Sie müssen sich morgens aus dem Bett quälen und kommen abends schlecht gelaunt nach Hause? Sie sehen während der Arbeit immer wieder auf die Uhr – in der Hoffnung, dass die Stunden dadurch schneller vergehen? Dann ist es vielleicht Zeit für Sie, über „Downshifting“ nachzudenken! Worum es hierbei geht und was Sie dabei beachten sollten, haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Obwohl sich zahlreiche Berufstätige eine sinnvollere Arbeit wünschen und die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben einen immer wichtigeren Faktor darstellt, sehen viele Menschen keine reelle Alternative zu ihrer beruflichen Lage und finden sich deshalb mehr oder minder damit ab.

Auch Fragen des Geldes und der Anerkennung können Hemmungen hervorrufen, sich mit einer Veränderung der Jobsituation ernsthaft auseinanderzusetzen. Doch solche zunächst gewichtig erscheinenden Nachteile können sich im Denk- und Handlungsprozess als weniger entscheidend herausstellen und vor allem durch die neugewonnene Lebensqualität aufgewogen werden.

Gerade für Menschen, die nicht vorhaben, ihr Leben vollkommen umzukrempeln, kann Downshifting – zu Deutsch „Runterschalten“ – interessant sein, weil es hier um eine Verringerung der Arbeitszeit geht. Indem Sie das Arbeitspensum an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen, ist es möglich, wieder mehr Kontrolle über Ihre Lebenszeit zu erlangen, ohne die Berufsrichtung wechseln oder ganz aus dem Berufsleben aussteigen zu müssen.

Um herauszufinden, ob Downshifting eine geeignete Lösung für Sie sein könnte, sollten Sie sich einmal folgende Fragen stellen:

  • Welche Werte haben meine Berufswahl beeinflusst? Welche Werte sind jetzt für mich wichtig?
  • Welche Menschen waren bei meiner Berufswahl für mich wichtig? Welche sind es jetzt?
  • Wie viel Zeit meines Lebens will ich mit welchen Tätigkeiten füllen?
  • Was will ich am Ende meines Arbeitslebens erreicht haben? Wie viel Zeit habe ich noch bis dahin?
  • Welche künftigen Entwicklungen wünsche ich mir?
  • Habe ich jetzt genug Einfluss auf meine Lebensweise oder hätte ich gern mehr?

 

Den Fragenkatalog können Sie durch beliebig viele Fragen, die Sie beschäftigen, ergänzen. Nicht alle Fragen müssen dabei gleich oder definitiv beantwortet werden. Die Hauptsache ist, Unsicherheiten überhaupt zuzulassen sowie eigenständig zu denken und zu fühlen. Durch solch eine aktive Haltung gelingt es Ihnen, selbst zu bestimmen, was für Sie sinnvoll ist und was nicht. Scheuen Sie sich also nicht, die Kontrolle über Ihre eigene Zeit zurückzugewinnen und dadurch Ihr Lebenstempo wie Ihren Lebensinhalt besser zu steuern!

 

Weitere Tipps zum Thema Downshifting finden Sie hier:

Wiebke Sponagel: Downshifting. Selbstbestimmung und Ausgeglichenheit im Job. Freiburg, München: Haufe 2013.

Wiebke Sponagel: Runterschalten! Selbstbestimmt arbeiten – gelassener leben. Freiburg, München: Haufe 2011.

Christian Stock: Burnout. Erkennen und verhindern. 2. Aufl. Freiburg, München: Haufe 2015.

 

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