Dualer Master oder berufsbegleitender Master? – Ein Vergleich

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Sie stehen kurz vor dem Ende Ihres Bachelors und sind sich unsicher, ob Sie nochmal studieren oder gleich arbeiten sollten? Oder Sie möchten nach ein paar Jahren im Beruf doch noch einen Master machen? Vielleicht kommt dann eine Kombination aus Studium und Arbeit in Form eines dualen oder berufsbegleitenden Masters für Sie in Frage. Wie sie funktionieren und was die beiden unterscheidet, haben wir für Sie untersucht.

 

Dualer Master

Das Ziel eines dualen Masterstudiengangs ist die direkte Verknüpfung von Theorie und Praxis. Das im Studium Gelernte kann direkt im Unternehmen praktisch angewendet werden.

Der Master erfolgt in Form einer Kooperation von Hochschule und Unternehmen. Je nach Studiengang gibt es eine bestimmte Stundenzahl an theoretischen Kursen an der Uni und praktischer Anwendung im Unternehmen. Sie sind dazu fest bei einem Unternehmen angestellt, dass Sie für die Vorlesungsbesuche, die meist am Wochenende stattfinden, von der Arbeit befreit. Je nach Vertrag erhalten Sie zu Ihrem regulären Gehalt für die Arbeitszeit im Unternehmen auch Unterstützung oder gar vollständige Übernahme von Studiengebühren.

Die Dauer eines dualen Masters beträgt 2 Jahre. In der Regel bewirbt man sich direkt bei einem Unternehmen, das eine Stelle für einen dualen Master ausgeschrieben hat.

Im Vergleich zum Angebot an dualen Bachelorstudiengängen ist die Auswahl beim Master wesentlich geringer.

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Berufsbegleitender Master

Bei einem berufsbegleitenden Master findet das Studium unabhängig von der Arbeit im Unternehmen statt. Das bedeutet, dass Sie frei von Ihrer aktuellen Anstellung ein Studium beginnen können und so in Ihrer Wahl weniger eingeschränkt sind.

Das Studium ist an die Bedürfnisse von Berufstätigen angepasst und findet in Abend- oder Fernkursen statt. Meist werden die Inhalte nicht in einem Präsenzstudium vermittelt sondern über Onlinevorlesungen und –übungen. Normalerweise werden von der Hochschule mindestens 2 Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt.

Im Gegensatz zu einem dualen Master erfolgt hier die Verknüpfung von Theorie und Praxis nicht nach einem Ausbildungsplan, sondern nur auf Ihre Eigeninitiative hin und abhängig von der Wahl Ihres Studienfaches.

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Vor- und Nachteile

Die Vorteile von dualem bzw. berufsbegleitendem Master liegen auf der Hand: Durch die Arbeit in einem Unternehmen ist die Finanzierung während des Studiums gesichert. Zudem können Sie nach Abschluss direkt zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen.

Bei einem dualen Master sind Sie allerdings über die Studiendauer hinaus Ihrem Unternehmen verpflichtet, da es Sie für einen bestimmten Zweck bzw. eine bestimmte Position gezielt ausbildet. Im Vergleich zu regulären Studierenden haben Sie dadurch den Vorteil, nach Studienabschluss direkt in einer festen Anstellung zu sein. Aufgrund dieser wirtschaftlichen Orientierung gibt es duale Master bisher auch nur in den Bereichen Technik, Sozialwesen und Wirtschaft, nicht jedoch in geisteswissenschaftlichen Fächern.

Das Studium neben dem Beruf ist extrem zeitaufwändig und verlangt viel Selbstdisziplin. Unterschätzen Sie nicht, dass Sie häufig nach einem langen Arbeitstag noch eine Vorlesung vor- oder nachbereiten oder für eine Prüfung lernen müssen.

Sie werden im Vergleich zu regulären Studierenden viel weniger Freizeit haben und auch keine langen Semesterferien, sondern nur die Ihnen im Rahmen Ihrer Anstellung im Unternehmen zustehenden Urlaubstage frei nehmen können.

Dennoch lohnen sich die Anstrengungen, denn Ihre Arbeitgeber wissen, wieviel Disziplin und Ehrgeiz ein Studium neben dem Beruf verlangt und erkennen dies an.

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Weitere Tipps zum Studium neben dem Beruf finden Sie hier:

Doris Brenner: Karrierestart nach dem Studium – inkl. Arbeitshilfen online. Freiburg, München: Haufe 2015.

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