Ein Studiengang – Zwei Abschlüsse: Der Taxmaster an der Hochschule Aalen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Kurs

Seit 2010 bietet die Hochschule Aalen gemeinsam mit der Steuerfachschule Dr. Endriss den 7-semestrigen, berufsbegleitenden Studiengang „Master of Arts in Taxation“ an. Dieser richtet sich an Hochschulabsolventen und Berufstätige, welche bereits über einen Hochschulabschluss insbesondere in einem wirtschafts- oder rechtswissenschaftlichen Studiengang verfügen, und darüber hinaus die Steuerberaterprüfung ablegen wollen. Ein Studierender stellt Ihnen hier seine Praxiserfahrungen vor.

Bereits bevor ich im Spätsommer 2009 mein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg abgeschlossen hatte, stand für mich fest, dass ich die Finanzverwaltung verlassen würde. Daher habe ich mir bereits frühzeitig Gedanken gemacht, wie ich meine zukünftige berufliche Weiterbildung gestalten könnte. Schnell war jedoch klar, dass das Steuerberaterexamen für mich ein Pflichtprogramm ist, um meine zukünftigen beruflichen Ziele verwirklichen zu können.

Als ich von dem neuen Studiengang Master of Arts in Taxation erfuhr, sah ich hierin eine optimale Möglichkeit, das Steuerberaterexamen mit der „Kür“ eines Master-Studiengangs neben dem beruflichen Alltag sinnvoll zu kombinieren.

Als Diplom-Finanzwirt muss ich für das Steuerberater-Examen drei berufspraktische Jahre vorweisen können. Dies bedeutete für mich, dass ich erst nach rund eineinhalb Jahren meiner Berufstätigkeit mit der Vorbereitung auf das Berufsexamen starten konnte. Diese Zeit wollte ich aber nicht ungenutzt verstreichen lassen. Hier passte das neu kombinierte Masterstudienangebot hervorragend in meine Planung.

Das innovative Studienkonzept war zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch weitgehend unbekannt und somit waren auch keine Erfahrungsberichte zu finden, die mir meine Entscheidungsfindung hätten erleichtern können. Aber nach einem Besuch einer Informationsveranstaltung war ich von dem angebotenen Masterstudiengang überzeugt, sodass ich im April 2010 mein Masterstudium begonnen habe.

Ein wichtiger Grund für meine Entscheidung war, dass Masterstudium und Steuerberatervorbereitung zeitlich und inhaltlich so aufeinander abgestimmt sind, dass ich bereits nach nur drei Jahren eine doppelte Qualifikation erreichen kann. Berufsbegleitend habe ich keine schnellere Möglichkeit gefunden. Hinzu kommt, dass die Präsenzphasen des akademischen Teils zentral in Frankfurt stattfinden und der Steuerberaterkurs bundesweit an acht verschiedenen Standorten angeboten wird, was Fahrzeiten und -kosten reduziert. Wie ich gehört habe, soll der akademische Teil des Studiums zukünftig auch parallel in Frankfurt, München und Hamburg angeboten werden.

Meine Erwartungen an den Studiengang sind bisher in jeglicher Hinsicht erfüllt worden.

Insbesondere fällt mir auf, dass in der ersten Phase des Studienganges die Inhalte einen starken Praxisbezug aufweisen. Im Mittelpunkt des akademischen Teils stehen weniger wissenschaftliche Theorien und Konzepte, sondern vielmehr die praktischen Fähigkeiten, die man für einen erfolgreichen Berufsalltag als angehender Steuerberater benötigt. Man merkt deutlich, dass nicht nur Hochschulprofessoren, sondern auch Praktiker an der Konzeption des Studiengangs mitgewirkt haben.

Gespannt bin ich diesbezüglich bereits auf das Modul Gestaltungsberatung. Dies wird unmittelbar nach der schriftlichen Steuerberater-Prüfung stattfinden, wenn man also auf dem Höhepunkt des steuerlichen Wissens stehen sollte. Dozenten werden ausschließlich Partner verschiedener großer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sein.  Hier erhoffe ich mir viele neue Erkenntnisse für die Praxis.

Der Unterricht selbst spricht mich bisher sehr an. Dies liegt u. a.  an den Dozenten, die nicht lediglich mit Skripten in der Hand Fachwissen vermitteln, sondern sehr engagiert anhand vieler praktischer Fälle steuerliche Themen aufarbeiten. Um während der Präsenzveranstaltungen den verschiedenen Themenbereichen folgen zu können, sollte man jedoch vorab die zugesandten Unterrichtsmaterialien sorgfältig durchgearbeitet haben.

Klar ist jedoch auch, dass man für das Studium freie Zeit opfern muss. Mit einem gesunden Ehrgeiz und erhöhtem Arbeitseinsatz ist das Studium aber nebenberuflich zu bewältigen. Ich habe meine Stelle nicht reduziert, arbeite i.d.R. rund 45-50 Stunden pro Woche. Dies lässt sich wirklich machen, wenn ich auch in den letzten Tagen vor einem Klausurenblock und insbesondere während der recht aufwendigen Erstellung von Seminararbeiten auch mal eine „Nachtschicht“ einlegen musste. Dies ist aber die Ausnahme.

Aktuell stehe ich in der Vorbereitung auf das Steuerberater-Examen. Seit September 2011 nehme ich am Lehrgang der Steuerfachschule Dr. Endriss in Stuttgart teil. Ich fühle mich bisher wirklich bestens aufgehoben,

Ein Wort noch zur Betreuung: Wir sind der erste Jahrgang und es ist organisatorisch nicht alles völlig fehlerfrei abgelaufen. Das hatte ich aber auch eigentlich kaum erwartet. In jedem Fall stelle ich aber fest, dass man sich wirklich um die Teilnehmer kümmert und ihre Anliegen ernst nimmt.

Ich bin bisher sehr zufrieden und habe meinen Entschluss keine Minute bereut.

Weiterführende Informationen zum Masterstudiengang können Sie unserer Informationsbroschüre entnehmen.

Thorsten Stegmaier, Diplom – Finanzwirt (FH), Taxmaster Student im 5. Semester

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