Eine kleine Auszeit von Beruf und Uni nehmen…

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Ruhige Schneelandschaft

Je hektischer und anstrengender es in der Außenwelt zugeht, umso wichtiger und erholsamer ist es, sich für ein paar Minuten in die Ruhe der Innenwelt zurückzuziehen. In der meist etwas stilleren Zeit zwischen den Jahren ist es eher möglich Abstand von dem sonstigen Stress in der Arbeit und /oder dem Studium zu gewinnen.

 

 

Rückzug in die Stille

Einen kurzen Rückzug in die Innenwelt können Sie nach außen hin ganz unterschiedlich gestalten:

  • Sie ziehen sich für zehn Minuten an einen Ort zurück, wo Sie ganz für sich sind. (Das kann zur Not auch die Bürotoilette sein – wichtig ist, dass Sie wirklich ungestört sind.) Dort können Sie kurz meditieren oder sich auf eine andere Art entspannen.
  • Sie machen einen kleinen Spaziergang, am besten natürlich in der freien Natur.
  • Sie hören ruhige Musik, möglichst mit Kopfhörer, so dass Sie gegen Geräusche von außen abgeschottet sind.
  • Sie legen sich eine halbe Stunde lang in die Badewanne und genießen das Gefühl von Wärme, Entspannung und Getragenwerden.
  • Sie setzen sich an einen ruhigen Platz, wo Sie ungestört sind, und geben sich einem schönen Tagtraum hin.

 

Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es kommt nur darauf an, dass Sie für jegliche Anforderungen von außen in dieser Zeitspanne tatsächlich nicht zur Verfügung stehen, das bedeutet zum Beispiel auch, dass Sie – falls möglich – das Telefon abschalten. Ihre belastenden Gedanken und Sorgen dagegen lassen sich nicht so leicht abschalten – aber umschalten können Sie jederzeit. Beschäftigen Sie Ihren Geist mit angenehmen Dingen (Musik, Träumereien…), und er wird – zumindest vorübergehend – keinen Raum mehr für Ärger und Stress haben. Je öfter Sie ruhiger werden und alleine sein können, umso eher wird die innere Anspannung von selbst nachlassen und Ihre Fähigkeit zum klaren Denken und kreativen Handeln wird sich auf Dauer stabilisieren.

 

Das Geheimnis der Gummibärchen

Nun reicht es aber oftmals nicht aus, dass Sie sich einfach in einen ruhigen Winkel zurückziehen und versuchen still zu werden. Zuweilen gibt es Ärgernisse oder Belastungen, die Ihnen permanent durch den Kopf gehen und Sie gedanklich mit Beschlag belegen. Sie kommen einfach nicht los von der Auseinandersetzung mit der Kollegin, von dem Stapel Arbeit, der auf Ihrem Schreibtisch liegt, von dem Gespräch mit dem Chef am Arbeitsplatz oder von der anstehenden Prüfung im Rahmen Ihres Studiums. Mit solch belastenden Gedanken ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, innerlich zur Ruhe zu kommen und die kurze Pause wirklich als Entspannung zu empfinden. Wir schlagen Ihnen für solche und ähnlich gelagerte Fälle die Übung „Der Gummibärchen-Rahmen“ vor:

Schließen Sie Ihre Augen und nehmen Sie drei tiefe Atemzüge. Dann stellen Sie sich einen schweren barocken Bilderrahmen vor, gold- oder silberfarben mit allerlei Schnörkeln und Verzierungen. In diesen Rahmen setzen Sie nun in Gedanken ein Bild von der Person oder ein Symbol für die Begebenheit, die Sie im Moment Ihre innere Ruhe kostet. Vertiefen Sie sich in Gedanken in dieses Bild, bis Sie alle Einzelheiten klar und deutlich vor sich sehen, bis Sie glauben, das Bild wirklich vor sich zu haben und es greifen zu können. Im nächsten Schritt verändern Sie den Rahmen: Er bekommt eine andere Farbe, wird nach und nach leichter, schmaler, zierlicher. Vielleicht möchten Sie auch die Ecken abrunden. Ändern Sie alles, was Ihnen zu schwer und zu wuchtig vorkommt. Und schließlich bekleben Sie den Rahmen in Ihrer Fantasie über und über mit bunten Gummibärchen.

Spätestens jetzt verliert die Person oder das Motiv in Ihrem Bilderrahmen an Brisanz. Es wird absurd, witzig, vielleicht sogar fröhlich aussehen, jedenfalls nichts Erschreckendes mehr haben; Sie können Ihre innere Anspannung immer mehr loslassen. Stellen Sie sich zum Beispiel einmal Ihren Vorgesetzten in einem pinkfarbenen, ovalen und mit Gummibärchen verzierten Bilderrahmen vor …

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ruhige und entspannte Feiertage.

Als Tipp zum Weiterlesen für noch mehr Entspannung und stressfreies Arbeiten –  auch im neuen Jahr: Unser Jubiläumstaschenguide „Stressfrei arbeiten“ (Teil 2) von Elke Nürnberger, Roland R. Geisselhart und Christiane Hofman.

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