Emotionale Intelligenz

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Lange Zeit war nur der Intelligenz-Quotient (IQ) bekannt. Doch seit der wegweisenden Arbeit von Dr. Daniel Goleman „Emotionale Intelligenz“ in den 1990ern, ist auch der EQ bekannt. Dem emotionalen Quotienten wird sogar eine größere Bedeutung beigemessen, wenn es um Erfolg im privaten Umfeld und in der Arbeitswelt geht. Gerade für leitende Positionen ist zum Beispiel die emotionale Intelligenz entscheidend. Nach Goleman spielt bei Bewerbungen der IQ zu 25 Prozent und der EQ zu 50 Prozent eine Rolle!

 

Bei der Emotionalen Intelligenz geht es um die zwischenmenschliche und kommunikative Kompetenz. Folgende Punkte werden bei der Ermittlung des EQ berücksichtigt:

  • Selbstbewusstsein (Erkennen/Verstehen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive, Ziele & Bewusstsein über die persönlichen Stärken und Schwächen)
  • Selbststeuerung (eigenen Gefühle/Stimmungen durch einen inneren Dialog beeinflussen/steuern)
  • Motivation (Leistungsbereitschaft/Begeisterungsfähigkeit aus sich selbst heraus entwickeln)
  • Empathie (Einfühlungsvermögen)
  • Soziale Kompetenz (Kontakte/Beziehungen zu anderen Menschen knüpfen und aufrecht erhalten)
  • Kommunikationsfähigkeit

 

In der aktuellen Forschung werden dabei drei Modelle der Emotionalen Intelligenz unterschieden:

  • Emotionale Intelligenz als erlernbare Fähigkeit (Ability EI), z.B. Fähigkeit zur richtigen Wahrnehmung von Gefühlen
  • Emotionale Intelligenz als grundlegende Eigenschaft (Trait EI)
  • Emotionale Intelligenz als Mischung von Motivation, Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften (Mixed EI)

http://www.psychomeda.de/lexikon/emotionale-intelligenz.html

 

„Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz sind beruflich oft sehr erfolgreich, da sie gut mit Menschen umgehen können und über Führungsqualitäten verfügen. Eine emotionale Intelligenz im Alltag ermöglicht es Ihnen, gut mit Ihrem Partner und Familienmitgliedern klarzukommen, Konflikte konstruktiv zu meistern und mit sich selbst und anderen Menschen gut auszukommen. Emotional intelligente Menschen können aktiv zuhören und akzeptieren ihre Mitmenschen so wie sie sind. Damit sind sie meist sehr beliebt und pflegen tiefgehende Beziehungen und Freundschaften. Sie sorgen aber auch gut für sich selbst und sind deshalb meist zufrieden und ausgeglichen.“

http://www.zeitzuleben.de/2112-emotionale-intelligenz/

 

Im Berufsleben kann die emotionale Intelligenz dazu beitragen, ein angenehmes Arbeitsklima und stabile Beziehungsgeflechte aufzubauen. Der EQ von Führungskräften kann aber auch als Steuerungsinstrument dienen, um Mitarbeiter bestmöglich zu führen und zu motivieren und um Kundenkontakte erfolgreich zu gestalten. Folgende emotionale Kompetenzen können u.a. im Berufsalttag gefordert sein:

  • Aufgabenverteilung: Mitarbeiter richtig einschätzen
  • Hierarchieform: flache Hierarchie fördert Eigenverantwortlichkeit
  • Teambildung: Ergänzende Teams zusammenstellen
  • Angebots- und Verhandlungstaktiken: auf Verhandlungspartner reagieren

 

 

Weitere Informationen rund um das Thema Emotionale Intelligenz finden Sie u.a. in folgenden Büchern:

Anja von Kanitz: Emotionale Intelligenz. Haufe, 2. Auflage, Freiburg München 2012.

Marc A. Pletzer: Emotionale Intelligenz. Das Trainingsbuch. Haufe, Freiburg München 2007.

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