Europa für Studenten und Berufseinsteiger

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Europa hat gewählt! Von den rund 61 Mio. Wahlberechtigten in Deutschland nutzten letzten Sonntag rund 29 Mio. ihr Wahlrecht.

Eine gute Gelegenheit also, einen Blick auf die Jobsuche in einem anderen EU-Land zu werfen.

Studium in einem anderen EU-Land

Mit verschiedenen Regelungen sorgt der Europäische Gesetzgeber dafür, dass Studenten in einem anderen Mitgliedsland möglichst dieselben Voraussetzungen für Ihren Auslandsaufenthalt vorfinden wie Einheimische.

  • So dürfen von ihnen keine höheren Studiengebühren verlangt werden und sie haben Anspruch auf dieselben Beihilfen zur Deckung der Studiengebühren.
  • Auch die Arbeit während dem Studium ist in den EU-Ländern grundsätzlich erlaubt, selbst für eine Vollzeitstelle ist keine Arbeitserlaubnis nötig.
  • Wissenschaftler in der EU haben außerdem das Recht, nationale Stipendien und Zuschüsse in Anspruch zu nehmen, selbst wenn sie nicht Bürger oder Einwohner des betreffenden Landes sind.

 

Praktische Unterstützung finden an einem Auslandsaufenthalt interessierte Studenten beim bekannten ERASMUS-Programm der EU. Es wird jährlich von ca. 200.000 Studenten genutzt. Beim Studium im Ausland sollte man allerdings folgende Punkte beachten:

  • Ab einem 6-monatigen Aufenthalt in einem anderen EU-Land gilt man dort als steuerlich ansässig. Das bedeutet, dass die ortsüblichen Steuern und Sozialbeiträge auf das Einkommen gezahlt werden müssen.
  • Um die Gesundheitsversorgung bei einem vorübergehenden Aufenthalt in einem anderen EU-Land sicher zu stellen gibt es die Europäische Krankenversicherungskarte. Sie wird von der gesetzlichen Krankenkasse ausgestellt. Mit dieser Karte hat man Anspruch auf dieselben medizinischen Leistungen zu denselben Kosten, wie die Versicherten des jeweiligen Landes. Bei einem längeren Aufenthalt ist eine Versicherung im Gastland nötig.
  • Akademische Abschlüsse werden nicht automatisch in jedem Mitgliedsland anerkannt, möglicherweise muss ein „Vergleichsnachweis“ durchgeführt werden. Zuständig dafür sind die sog. ENIC/NARIC- Zentren in den jeweiligen Ländern.

 

Jobsuche

Bei länderübergreifenden Bewerbungen fällt es Personalern häufig schwer objektiv zu entscheiden. Deshalb wurde der „Europass“ entwickelt. In ihm werden bewerbungsrelevante Unterlagen möglichst einheitlich und somit europaweit vergleichbar aufbereitet. Die EU hat ein Online-Tool entwickelt, das Bewerber beim Zusammenstellen und Formatieren der Unterlagen unterstützt. Dieses ließe sich selbstverständlich auch für inländische Bewerbungen nutzen. Eine gute Möglichkeit also, um sicherzugehen, dass man bei der Bewerbung keine wichtigen Punkte übersieht.

 

Weitere Informationen sowie das Europass-Tool finden sie unter www.europa.eu und http://europass.cedefop.europa.eu/de/home

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