Facility Management gehört schon in die Bauplanung

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Mitte November fand die Mitgliederversammlung des Deutschen Verbandes für Facility Management (German Facility Management Association, GEFMA) in Hamburg statt. Der Vorstand des Verbandes, Hartmut Zehrer, zeichnete drei Absolventen von Lehrgängen GEFMA-zertifizierter Weiterbildungsträger aus. Mit den Förderpreisen gibt der Verband den Preisträgern die Gelegenheit, ihre Arbeit einer am Facility Management (FM) interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Preise sind mit zusammengerechnet 3.000 Euro dotiert.

Umfangreiche Beratungsleistung für Arbeitgeber

In seiner Laudatio betonte Zehrer, dass Fachwirte sowohl für das Dienstleistungsmanagement in der Nutzungsphase von Immobilien als auch für das nutzungskostenoptimierte Planen und Bauen qualifiziert werden. „Mit den Projektarbeiten erbringen sie eine umfangreiche Beratungsleistung für ihre Arbeitgeber, da sie konkrete Projekte und Problemstellungen aus ihrem Unternehmen bearbeiten. Der praktische Nutzen der Weiterbildung und ihr geldwerter Vorteil übersteigen die Kosten der Ausbildung häufig um ein Vielfaches.“

Die Preisträger und ihre Projekte

Bei den diesjährigen GEFMA-Förderpreisen ging der erste Preis an Ursula Rückerl. Sie griff das Thema „FM-gerechte Dokumentation“  in ihrer Projektarbeit auf, welche sie im Rahmen der Fachwirtausbildung an der Bayerischen Akademie für Außenwirtschaft (BAA) erarbeitete.

Am Beispiel der Abnahmeprozesse von Baumängeln bei einem neuen Flughafenterminal zeigte sie Optimierungspotential in den bestehenden Dokumentenstrukturen, bei der Beauftragung und in der Wahrnehmung der Verantwortung durch die beteiligten Unternehmen auf. Ihre Schlussfolgerung lautet: Eine umfassende Dokumentation und die frühzeitige Einbindung von Experten des Facility Managements bereits in der Bauphase einer Immobilie sind eine entscheidende Voraussetzung für den verantwortungsvollen Betrieb in der Nutzungsphase.

Der zweite Preis ging an Steffen Grimm für seine Arbeit zum Thema „Instandhaltungskosten in der Nutzungsphase – eine Analyse am Beispiel der HafenCity Universität Hamburg“, die er im Rahmen seiner Ausbildung zum Fachwirt Facility Management (GEFMA) bei der Fachschule KG Protektor in Hamburg anfertigte.

Detlef Wittwer erhielt den dritten Preis für seine Untersuchung der „Anforderungen an den Aufbau einer rechtssicheren Dokumentation für Leistungsprozesse im Objektmanagement der Optima GmbH mit dem Schwerpunkt Verkehrssicherung/Winterdienst am Beispiel Haus Cumberland“. Er hat die Fachwirtausbildung an der BAUAKADEMIE in Berlin absolviert.

Best Practice im Objektmanagement

Das umfangreiche Fach- und Rahmenprogramm der GEFMA-Mitgliederversammlung lud außerdem zu weiteren Veranstaltungen ein.  Bereits am Vortag der Preisvergabe hatte das Seminar „Best Practice im Objektmanagement“ stattgefunden. Dabei stellten neun frisch gebackene Fachwirte GEFMA ihre Projektarbeiten vor. Sie behandeln Themen, die den Markt beherrschen – zum Beispiel integrales FM, Gebäudedokumentation, Betreiberverantwortung, FM-Ausschreibungen, standardisierte Leistungsverzeichnisse oder FM-gerechte Bauplanung.

Insgesamt wurde deutlich, dass der Bereich FM von vielen Unternehmen unterschätzt wird- die diesjährigen Preisträger wirkten dem positiv entgegen. Im Rahmen der Facility Management Messe 2014 haben auch im nächsten Jahr Absolventen die Möglichkeit ihre Projektarbeiten vorzustellen. Die Messe findet vom 25. bis zum 27. Februar in Frankfurt statt.

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