Feedback geben und empfangen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Jeder war schon einmal in der Lage, in der er oder sie entweder ein Feedback gegeben oder empfangen hat. Diese Situation ist nicht immer angenehm, muss es aber nicht sein. Auf Beurteilungen anderer oder der eigenen Person können Sie sich vorbereiten. Dabei sollten Sie eines immer bedenken: Feedback sollte als Chance verstanden werden. Neben reiner Kritik und/oder Lob, sollten auch Verbesserungs- und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Feedbacks bzw. Beurteilungen sind ein elementarer Bestandteil von Lern- und Orientierungsprozessen. Wir lernen durch das, was wir machen und aus den Folgen, die unser Tun mit sich bringt. Anders ausgedrückt, wir lernen durch das Feedback, das uns unsere Umwelt in Bezug auf unser Handeln gibt. Ein gegebenes Feedback kann dabei einen negativen wie auch positiven Effekt haben. In einer vertrauensvollen, von Akzeptanz geprägten Beziehung hat es meist einen orientierenden und unterstützenden Effekt, es wirkt sich entwicklungsfördernd und konstruktiv aus. Destruktiven Charakter haben hingegen dauerhaft negative, abschätzige oder genervte Rückmeldungen. Sie vermitteln dem anderen das Gefühl, für nichts gut zu sein und als die Person, die er ist, nicht akzeptiert zu werden. Auch das Ausbleiben von Reaktionen, Gleichgültigkeit und Ignoranz werden von den meisten Menschen als negativ und demotivierend wahrgenommen. Das betrifft sowohl Kinder, die keine Aufmerksamkeit bekommen, als auch Erwachsene, deren Bemühungen für die Gemeinschaft, z.B. am Arbeitsplatz, keine Anerkennung finden. Sie sollten sich diesen Umstand bewusst machen und in Bezug auf eigene Feedbacksituationen berücksichtigen.

 

Tipps zum „Feedback geben“:

  • Um ein sachliches Feedback geben zu können, sollten Sie ruhig und ausgeglichen sein. Überschlafen Sie ein Problem oder machen Sie Ihren Kopf frei von belastenden Dingen.
  • Ihr Gegenüber muss innerlich bereit sein, ein Feedback zu erhalten. Ist diese Person emotional gestresst, bringt eine Beurteilung meist wenig.
  • Machen Sie sich bewusst, dass es unterschiedliche Feedback-Typen gibt (der Selbstbewusste, der Beflissene, der Statische, der Selbstverteidiger) und diese jeweils unterschiedlich auf eine Beurteilung reagieren.
  • Ein Feedbackgespräch will geplant sein. Zeit und Ort sollten für beide Parteien günstig sein und Tür-und-Angel-Situationen vermieden werden.

 

Tipps zum „Feedback empfangen“:

  • Bleiben Sie souverän und hören Sie sich in Ruhe an, was Ihr Gesprächspartner zu sagen hat. Dabei können Sie interessante Erkenntnisse über sich selbst gewinnen.
  • Versuchen Sie dem Reflex des Verteidigens zu widerstehen. Es ist nicht nötig und fällt eher negativ auf. Sie können aber das Erlebte aus Ihrer Sicht heraus darlegen, wenn Sie oder Ihr Gegenüber das wünschen.
  • Lassen Sie das Feedbackgespräch in Ruhe noch einmal Revue passieren und überlegen Sie, was Sie mit den gewonnen Informationen anfangen können. Versuchen sie aus dem erhaltenen Feedback zu Lernen.

 

 

Bei Interesse empfiehlt sich als weiterführende Lektüre:

Anja von Kanitz: Feedbackgespräche. Haufe, Freiburg München 2014.

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