Fortbildung – „Zwei Drittel kommen direkt vom Erststudium“

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

Tags: ,

Masterstudium

Seit 2007 bietet die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (Baden-Württemberg) den dreisemestrigen Vollzeit-Master-Studiengang Accounting, Auditing und Taxation an. Im Blick hat Studienleiter Prof. Dr. Herbert Sperber angehende Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

 

SteuerConsultant: Ihr“Master-Studiengang Accounting, Auditing und Taxation“ ist im
November 2007 ohne Auflagen akkreditiert worden. Welche Auswirkungen hat dies
gehabt?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Welche Auswirkungen die Akkreditierung durch die FIBAA 2007 hatte, weiß ich nicht, da der Studiengang erstmals zum Wintersemester 2008/09 gestartet wurde. Die Bewerberzahl lag bei 22, zehn Interessenten haben sich dann für den Studiengang entschieden. Im Semester 2009/10 waren es dann 70 Bewerber, 29 haben ihr Studium aufgenommen. Die Plangröße pro Kurs liegt bei rund 15 bis 20 Personen.

SteuerConsultant: Was waren die Hintergünde, dieses Master-Studium anzubieten?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Wir wollten den Bachelor-Absolventen unserer Hochschule die Möglichkeit schaffen, einen interessanten zweiten Abschluss an unserer Hochschule zu erlangen.

SteuerConsultant: Warum sollen angehende Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer Ihren Master-Studiengang belegen?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Für angehende Steuerberater ist der Studiengang im Hinblick auf die angestrebte Anrechnung von drei Studienleistungen auf das Wirtschaftsprüferexamen nach §13b WPO sehr interessant.

SteuerConsultant: Sie streben eine Anrechnung von Studienleistungen auf das Wirtschaftsprüferexamen nach §13b WPO an. Wann, denken Sie, ist es soweit?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Die Wirtschaftsprüferkammer in Berlin hat uns in Aussicht gestellt, dass die Anrechnung auf das Wirtschaftsprüferexamen nach §13b WPO noch 2009 erfolgen kann, zumindest noch im Wintersemester 2009/10.

SteuerConsultant: Wie viele Ihrer Studierenden wollen nach ihrem Studium in die Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung gehen?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Wenn ich den ersten Kurs heranziehe, wollen rund 50 Prozent der Studierenden in die Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung gehen.

Vom zweiten Kurs, der im Wintersemester 2009/10 begonnen hat, liegen mir noch keine Informationen vor. Die Erfahrungswerte sind noch zu kurz, um ein abschließendes Urteil zu fällen.

SteuerConsultant: Wohin streben die anderen Teilnehmer?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Die anderen Teilnehmer streben in den Bereich des betrieblichen Rechnungswesens. Aber auch zu dieser Frage haben wir noch keine ausreichenden Erfahrungswerte vorliegen.

SteuerConsultant: Welche Art von Hochschule haben Ihre Teilnehmer zuvor besucht – Universität, Berufsakademie oder Fachhochschule?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Ungefähr 70 Prozent der Studierenden kommen von einer Fachhochschule, 20 Prozent von einer Universität und zehn Prozent von einer Berufsakademie.

SteuerConsultant: Ist es schwierig, Universitätsabsolventen für ein Aufbaustudium an einer früheren Fachhochschule und jetzigen Hochschule zu begeistern?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Für unseren Master-Studiengang Accounting, Auditing und Taxation (M.A.) trifft das so nicht zu, und auch Universitätsabsolventen entscheiden sich für ein Studium an unserer Hochschule. Das ist meiner Meinung nach immer abhängig vom Inhalt und der fachlichen Ausrichtung des Aufbaustudiums.

SteuerConsultant: Nürtingen ist eine Kleinstadt. Hat dies Auswirkungen auf die  Herkunft der Master-Studenten?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Dafür spricht tendenziell einiges. Die Mehrzahl der Studenten kommt in der Tat aus Baden-Württemberg.

SteuerConsultant: Studieren Ihre Studenten gleich nach dem Erststudium weiter?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Ungefähr zwei Drittel der Studenten kommen bisher direkt nach ihrem Erststudium, ein Drittel hat bereits Berufserfahrung gesammelt.

SteuerConsultant: Eignet sich Ihr Studiengang auch für bereits praktizierende Steuerberater und Wirtschaftsprüfer?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Grundsätzlich eignet sich der Studiengang auch für praktizierende Steuerberater, die Interesse daran haben, sich die Prüfungsleistungen in BWL, VWL und Wirtschaftsrecht bei der Prüfung zum Wirtschaftsprüfer anrechnen zu lassen. Für bereits praktizierende Wirtschaftsprüfer eignet sich der Studiengang nicht.

SteuerConsultant: Wer zahlt in der Regel die Studiengebühren für die Studenten Ihres Master-Studiengangs – die Teilnehmer selbst oder aber deren Arbeitgeber?

Prof. Dr. Herbert Sperber: Die Studiengebühren werden, nach meiner Information, vom Studierenden selbst bezahlt.


Prof. Dr. Herbert Sperber, aus: Steuerconsultant 2010, S. 50

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte bestätigen Sie, dass Sie keine Maschine sind, indem Sie die Rechenaufgabe lösen. Nähere Informationen.