Handeln Sie moralisch – das fördert Ihre Karriere

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Dank des Internets und der schnellen Verbreitung von Nachrichten über viele Kanäle ist die Öffentlichkeit kritischer denn je. Viele Unternehmen sind in die Schlagzeilen geraten, weil ihre Handlungen oder Produkte nicht den gesellschaftlichen Moralvorstellungen entsprechen. Daher werden Themen wie Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit immer wichtiger. Doch letztendlich erscheint ein Unternehmen immer so, wie seine Mitarbeiter agieren: Wenn sie nach unmoralischen Standards handeln, kann das gesamte Unternehmen in Verruf kommen. Besonders als Berufseinsteiger ist es wichtig, sich nicht gleich zu Beginn der Karriere Steine in den Weg zu legen und möglicherweise noch Jahre später dadurch verwundbar zu sein.

 

Was sind moralische Entscheidungen?

Oft erscheinen Situationen alternativlos, doch betrachtet man sie aus der Distanz besitzt jede Problemstellung immer mehr als nur eine mögliche richtige Lösung. Die „Richtige“ kann je nach Ziel die sein, die den größten ökonomischen Erfolg verspricht, die den besten Einsatz der Ressourcen erbringt, die gesellschaftlich am sinnvollsten scheint oder die strategisch die beste Option zum Erreichen eines höheren Ziels darstellt. Sie alle werden jedoch vom Streben des handelnden Individuums nach dem eigenen Vorteil beeinflusst. Eine moralische Fragestellung dagegen berührt immer sowohl die eigenen Interessen als auch die anderer Menschen. Dies hat zur Folge, dass bei der Lösungsfindung die eigenen Interessen sowie von anderen so weit wie möglich gewahrt werden sollten. Die richtige Lösung für ein Problem zu finden, bedeutet auch, unter vielen Möglichkeiten die beste Strategie auszuwählen, denn es gibt immer mehrere gerechtfertigte Antworten auf eine Frage.

 

Warum sollte ich überhaupt moralisch handeln?

Häufig wird argumentiert, dass die Berücksichtigung der Moral unwirtschaftlich sei und nur in Unternehmen geschehen kann, die Profit abwerfen, es sich also „leisten“ können. Doch dabei wird nicht berücksichtigt, dass man mit unmoralischen Handlungen nicht nur eine Angriffsfläche für seine Karriere sondern auch für das ganze Unternehmen bietet. Die Öffentlichkeit kritisiert unmoralisches Verhalten sehr stark. Sollte etwas davon bekannt werden, kann ein für Sie schädlicher Shitstorm und negative PR die Folge sein. Auch Geschäftspartner können Ihre Handlungen kritisch betrachten und Verbindungen auflösen. Nicht zuletzt auch zugunsten des eigenen Arbeitsstils und einer möglichen Vorbildfunktion als junge Führungskraft sollten Sie jede Handlung nach ethischen Grundsätzen überdenken.

Im Sinne der Moral zu handeln bedeutet nicht, dass man irrational entscheidet. Die Handlungen können einen sehr rationalen Kern enthalten: Sie dienen der Verbesserung des Miteinanders, der Schadensverhinderung oder –minderung oder bauen Vertrauen und Verlässlichkeit auf. Diese Beispiele können für Unternehmen als strategische Handlungen, unter anderem zur Mitarbeiter- oder Kundenbindung, und für Einzelpersonen beispielsweise für den Aufbau eines positiven Rufs dienen.

Die falsche Handlung kann also zu wirtschaftlichen Einbußen im Unternehmen führen und für Sie persönlich zu einem unerfreulichen Karriereknick. Dass moralische Entscheidungen nicht unbedingt leichter zu fällen sind, liegt auch daran, dass sie nicht nur die Interessen des Akteurs im Blick haben, sondern verschiedene Perspektiven berücksichtigen.

 

Tipps und Tricks, wie Sie leichter gute Entscheidungen fällen, finden Sie hier:

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