Jobben, Bafög, Stipendium – Wie finanziere ich mir mein Studium?

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

Tags: , , , , ,

Viele Schulabgänger stehen nach dem Abitur vor der Frage: Studium oder Ausbildung? Oft ist es auch eine Frage hinsichtlich der finanziellen Möglichkeiten. Denn in der Ausbildung wird man bezahlt und für ein Studium muss man zahlen. Wer sich für ein Studium entscheidet muss sich bewusst sein, dass ein solches nicht immer ganz günstig ist. Da kommen die verschiedensten Kosten zusammen: Miete, Essen, Versicherungen, Studiengebühren und Semesterbeiträge. Doch zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten ein Studium zu finanzieren.

 

Eltern

Grundsätzlich gilt laut Gesetzgeber, dass Kinder einen Anspruch darauf haben, eine Ausbildung von den Eltern ermöglicht zu bekommen. Finanziert bekommt man aber nur eine Ausbildung. Für ein Studium kann man dann Unterhalt von den Eltern beanspruchen, wenn man die durchschnittliche Studiendauer nicht wesentlich überschreitet. Wenn man nicht mehr bei den Eltern lebt, bewilligt der Gesetzgeber rund 600 € im Monat. Allerdings hängt die Höhe des Unterhalts auch vom Einkommen der Eltern ab.

 

Kindergeld

Finanzielle Unterstützung erhalten die Eltern durch die Weiterzahlung des Kindergeldes bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres ihres Kindes. Da dieses Geld für das Kind genutzt werden muss, hat man auch Anspruch darauf, es für das Studium zu nutzen. Die Eltern bekommen das Kindergeld auch dann, wenn man ein Studium im Ausland absolviert. Während der Übergangszeit zwischen Schulende und Studienbeginn ist zu beachten, dass das Kindergeld auch für eine Übergangszeit von vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten gezahlt wird. Der nächste Ausbildungsabschnitt muss spätestens im 5. Kalendermonat nach Ablauf von vier vollen Kalendermonaten, in denen sich das Kind nicht in Ausbildung befunden hat, beginnen.

 

BAföG

Liegt das Einkommen der Eltern unter einer vom Gesetzgeber festgelegten Grenze, erhält man möglicherweise Unterstützung durch den Staat in Form von BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz). Die Einkommensgrenze, die zur BAföG-Berechtigung herangezogen wird, lässt sich leider nicht genau festlegen, da diese unter anderem von der Anzahl der noch zu unterhaltenden Kinder etc. abhängt. Daher unser Tipp: Wendet euch an das Studentenwerk der nächstgelegenen Hochschule. Dort berechnet man den zu erwartenden BAföG-Anspruch an Hand der Einkommenssteuererklärung der Eltern vom vorletzten Jahr. Diese Berechnungen sind sehr zuverlässig und erlauben eine bessere Planung. Das BAföG, das man während des Studiums bekommt, muss man nach dem Studium wieder zurückzahlen. Die Obergrenze liegt allerdings bei nur 50%. Das bedeutet, man muss maximal die Hälfte des erhaltenen Geldes zurück-erstatten. Die Rückzahlung ist dabei auf maximal 10.000 € begrenzt und beginnt fünf Jahre nach Studienende und muss innerhalb von 20 Jahren erfolgen.
Das Geld wird in Raten zurückgezahlt. Wenn man es schafft, alles in einem Betrag zurück zu zahlen, erhält man einen Nachlass von 50 %.

 

Jobben

Wenn man neben dem Studium eine Dauerbeschäftigung hat, bei der man nicht mehr als 450 € im Monat verdient, gilt dies als Minijob. Der ist versicherungsfrei. Verdient man m Monat dauerhaft mehr Geld, sind ihr folgende Punkte beachten: Erst einmal muss das Studium Vorrang haben. Deshalb darf man höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. An die Rentenversicherung zahlt man Pflichtbeiträge: 9,75 des Bruttoverdienstes, ebenso der Arbeitgeber. Kurzfristige Jobs sind versicherungsfrei. Dies gilt zum Beispiel, wenn man in den Semesterferien jobbt. Die Höhe des Verdienstes spielt dann keine Rolle. Jobbt man mehr als 2 Monate, ist man rentenversicherungspflichtig. Dies gilt aber nicht für die anderen Sozialversicherungen.

Wenn man BAföG bekommt, darf man nebenher nicht mehr als 450 € brutto monatlich hinzuverdienen, ansonsten wird der Mehrverdienst vom BAföG abgezogen.

 

Weiter Finanzierungsmöglichkeiten:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte bestätigen Sie, dass Sie keine Maschine sind, indem Sie die Rechenaufgabe lösen. Nähere Informationen.