Jobfalle: Die Spielregeln nicht kennen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Die Spielregeln kennen
Die Spielregeln im Unternehmen zu kennen, ist das A und O für den Erfolg im Job. Ein Beispiel aus der Praxis: Frau Frick leitet ein Projekt und benötigt die Zuarbeit eines Mitarbeiters. Der jedoch erhält die erforderliche Zustimmung seines Vorgesetzten Schütz nicht. Daraufhin spricht Frau Frick Herrn Ammon, einen übergeordneten Kollegen von Herrn Schütz, auf das Problem an. Kurze Zeit später steht ihr der benötigte Mitarbeiter zur Verfügung. Frau Frick hat den richtigen Weg zum Sieg erkannt und das Spiel gewonnen.

Alle reden davon – und doch ist es gelegentlich sehr schwer, die Spielregeln in den Organisationseinheiten der Unternehmen zu durchschauen. Es hört sich doch sehr einfach an: Wenn Sie das Spiel beherrschen wollen, müssen Sie die Spielregeln kennen – ob als Frau in einem traditionell männlich geprägten Unternehmen, ob als Neueinsteiger in einem Unternehmen, ob als Führungskraft. Und es gilt, nicht nur die Regeln, sondern auch die Mitspieler zu beachten.

Grundsätzlich definieren Spielregeln Teilnehmerzahl, Voraussetzungen und Ablauf von Spielen. Oft liegen sie in gedruckter Form vor oder aber sie werden mündlich überliefert oder von den Spielführern festgelegt. Wie verhält sich dies in der Arbeitswelt? Wer sind die Spielführer hier, wer die Teilnehmer, welche Voraussetzungen sind notwendig und wer überliefert die Spielregeln und wie? Am Wissen zu diesen Punkten kommen Sie nicht vorbei, wenn Sie erfolgreich in einem Unternehmen agieren möchten. Wer spielt mit wem oder gegen wen? Wer kommt weiter oder landet auf Stopp? Wie sehen die informellen Wege aus, um etwas durchzusetzen?
Es gibt zwei Ebenen der Spielregeln, die formalen und die informellen.
Formale Spielregeln betreffen die internen Prozesse, die durch Aufbau- und Ablauforganisation hinreichend beschrieben werden. Dazu kommen die sogenannten Gepflogenheiten zu den Themen Dresscode, Kommunikationsstil, Arbeitszeiten, Mittagessen. Sie selbst stellen sich meist auch Regeln für Ihren Arbeitsplatz auf: Was brauche ich? Wo kriege ich das her? Wer entscheidet darüber, ob ich es kriege?

Als Neuling haben Sie sich zunächst nach den formalen Spielregeln zu richten. Sie müssen die Spielführer, die Teilnehmer und die Voraussetzungen identifizieren, um überhaupt die Möglichkeit zu erhalten zu spielen und im besten Fall zu gewinnen.
Informelle, über lange Jahre gewachsene Regeln erkennen Sie nicht unbedingt in den ersten Wochen, sondern im Laufe der Zeit auf den vielen Plattformen im Unternehmen: Mittagessen, Meetings, der regelmäßige, persönliche Kontakt mit anderen Kollegen. Das muss wachsen und erfordert Geduld.

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