Jobfalle: Fehlende Kollegialität bzw. Teamorientierung

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Drei Enten. Teamfaehigkeit, Foto: BrandX

„…und darüber hinaus verfügen Sie über ein hohes Maß an Teamfähigkeit.“ – So oder ähnlich lautet häufig die Anforderung in Stellenanzeigen. Was aber bedeutet das genau und auf welche Stolperfallen muss man achten?

Ein Team ist eine in einem Unternehmen für einen bestimmten Zweck aus einer bestimmten Anzahl von Mitarbeitern auf Zeit zusammengesetzte Arbeitsgruppe. Und genau hier liegt häufig das Problem. Denn nicht immer passen die Personen eines Teams auch wirklich zusammen.
Teamfähigkeit gehört heute zu den Standardanforderungen an jeden Bewerber – ob mit oder ohne Berufserfahrung. Teamfähig zu sein bedeutet, sich mit anderen austauschen zu wollen (nicht nur zu müssen) sowie effektiv und in guter Arbeitsatmosphäre zusammenzuarbeiten. Dagegen steht dann die Theorie, dass man im Unternehmen nur weiterkommt, wenn man die eigenen Leistungen entsprechend darstellt und vermarktet. Ist dies in einem Team möglich, ohne dass man eine zu mächtige Rolle einnimmt? Ja und nein. Ja, wenn Kollegialität dazukommt. Kollegialität heißt hier, auch die Kollegen und ihre Bedürfnisse nicht aus dem Blick zu verlieren. Es heißt, Interesse für die Gefühle der Kollegen zu zeigen und wahrzunehmen, wenn man diese verletzt hat, oder den Kollegen zu helfen, wenn sie in einem Projekt nicht weiterkommen.
In Zeiten des Projektmanagements und der Matrixstrukturen gibt es nur noch wenige Einzelkämpferpositionen. Teamorientierung heißt auch, sich nicht auf Kosten der anderen Teammitglieder zu profilieren, sich auf andere einstellen zu können, Erfahrungen der anderen mit in die eigene Arbeit einfließen zu lassen, Erfahrungen an die anderen weiterzugeben, andere ins Team zu integrieren.

Mit Einzelkämpferhaltung kommen Sie heute im Unternehmen nicht mehr weiter. Sie stellen sich damit selbst eine Falle, wenn Sie wichtige Informationen zurückhalten, auf Ihrem eigenen Standpunkt bestehen und Einwände oder Argumente Ihrer Mitstreiter ignorieren oder aber auch sich nicht bezüglich der Urlaubsplanung oder Vertretung absprechen oder insgesamt wenig Kooperationsbereitschaft zeigen. Das (Er-) Leben kollegialer Unterstützung kann im Team über manchen Konflikt hinweghelfen und das Ergebnis und somit die Stellung des Teams in der Abteilung verbessern.

Kommentare

  • Claudia H. sagt:

    Ich war auf der Suche nach einer Bestätigung .Die habe ich auch in ihrer Erklärung gefunden.Klar umschrieben bringt mich ihr Text auf eine neue Sicht , warum in dem Unternehmen -welchem ich schon 24 Jahre angehöre-eine kollegiale Zusammenarbeit schon zu einem Kampf mutiert. Wenn im Zuge eines Generationswechsels mehr Personal ausgewechselt wird und die Aufgaben Verteilung nicht klar geregelt ist -wird scharf geschossen -aber zur ersehnten Kollegialität kommt es dann wohl erst wenn alle den richtigen Platz gefunden haben und dieses einer Geschäftsführung auch wichtig ist.
    Danke ….freundlichst…

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