Jobfalle: Gefährliche Nähe zum Chef

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Gefährliche Nähe zum Chef

Karrierfallen lauern überall. Insbesondere Berufseinsteiger, die positiv gestimmt ihre Karriere durchstarten möchten, laufen Gefahr, sich selbst in eine Falle zu manovrieren. In diesem Beitrag geht es um die Nähe zum Vorgesetzten.

Kommt Ihnen das vielleicht bekannt vor? Obwohl Ihr Chef sonst eher reserviert ist, hat er Ihnen kürzlich im privaten Rahmen das Du angeboten. Wie verhalten Sie sich nun? Klar, Sie können sich nur im Unternehmen entwickeln, wenn Ihr Vorgesetzter dies auch zulässt. Doch die Kollegen werden es eher kritisch sehen und Ihnen gegenüber Vorbehalte haben. Eine Gratwanderung ist es immer, eine professionelle ausgewogene Beziehung zum Vorgesetzten zu pflegen. Manche schätzen es durchaus, wenn man ihnen nach dem Mund redet und weder kritisch denkt noch agiert.

 Achtung, folgende Probleme können daraus entstehen:

  • Wenn Ihr Chef nicht beliebt ist, sind Sie es (leider) auch nicht. Sie werden von den Kollegen argwöhnisch beobachtet, man unterstellt Ihnen, dass Sie ein Opportunist seien und die anderen nur bespitzeln.
  • Ihr Chef wird versetzt, geht in den Ruhestand oder wird gekündigt. Und dann? Sie als eben noch Vertrauter stehen allein da.
  • Zudem kann Ihr Chef selbst die Situation zu Ihren Ungunsten verändern. Denn wer hoch steigt, kann leider auch tief fallen.

 Was können Sie tun, um nicht in diese Nähe-Falle zu geraten? Hauptsächlich zwei Dinge: Ihre Kontakte weiter pflegen wie bisher und sachlich-neutral auch in Diskussionen hinter dem Rücken Ihres Chefs bleiben. Nutzen Sie den guten Draht zum Chef im Sinne eines guten Teamgefühls, indem Sie auch Ihre Kollegen und deren Leistungen in Diskussionen einbeziehen und sich kollegial zeigen.
Eine gesunde Distanz zu Ihrem Vorgesetzten gefährdet Ihre Entwicklung im Unternehmen in der Regel nicht. Lassen Sie sich nicht missbrauchen, um Themen durchzusetzen, für die Sie dann geradestehen müssen und sich unbeliebt machen.

Kommentare

  • Lara sagt:

    Distanz wahren kann auch im Job nicht falsch sein.

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