Jobfalle: Vorschneller Ausstieg während der Probezeit

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Kündigung in der Probezeit

Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Auch wenn dies eine provokante Aussage ist, trifft sie doch den Kern. Noch einmal zur Erinnerung: Die Probezeit dient der gegenseitigen Erprobung. Und der Traumjob entpuppt sich eben nicht immer als solcher. Der Vorgesetzte lässt Sie nicht nur einmal im Regen stehen, die Kollegen, mit denen Sie im Zimmer sitzen und die bereits seit 25 Jahren im Unternehmen sind, sind nicht bereit, ihr Wissen zu teilen. Das Aufgabengebiet entspricht in keiner Weise den Informationen dazu aus dem Bewerbungsgespräch. Die Stimmung im Team empfinden Sie als sehr deprimierend.
Auch Gespräche zu diesen Themen führen zu keinem greifbaren Ergebnis. Was tun? Wo liegen nun die Fallstricke? Im Gehen oder im Bleiben?
Die Antwort kann je nach Situation unterschiedlich ausfallen. Denn nicht immer ist die überhastete Kündigung nach drei Monaten sinnvoll, genauso wenig wie das Ausharren im Unternehmen und Warten auf bessere Zeiten. In jedem Fall ist eine genaue Analyse der Situation zielführender als rein emotionale und nicht fundierte und durchdachte Entscheidungen. Das bedeutet Klärung der Gründe.
Was läuft nicht und warum nicht? Ist es der Job an sich oder sind es die Kollegen? Diese Fragen sollten Sie zuerst klären und dann das offene Gespräch suchen. Möglicherweise gibt es Gründe für das Verhalten anderer im Unternehmen, die mit Ihrer Person nichts zu tun haben. Erst wenn Sie sicher sind, dass positive Veränderungen auf beiden Seiten nicht durchzusetzen sind, sollten Sie das Unternehmen während der Probezeit verlassen. Wichtig ist, dass Ihre Gründe auch für spätere Bewerbungsgespräche nachvollziehbar sind und Sie sie gut vertreten können.

Experten-Tipp: Erst analysieren, dann kommunizieren
Bei Problemen in der Probezeit analysieren Sie bitte zuerst die Ursachen für diese Probleme und benennen Sie dann die Punkte im Gespräch mit den betreffenden Personen und bieten Sie eine Lösung an. Nur wenn alle Maßnahmen nicht fruchten, sollten Sie eine Kündigung während der Probezeit erwägen.

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