Bildung rund um die Immobilie

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Studium

Weiterbildungsstudiengänge. Den Job sichern, einen neuen Schwerpunkt aufbauen, endlich den großen Gehaltsprung schaffen: Neben der Arbeit lernen ist wichtig. Doch die Angebote auf dem Markt sind groß. Orientierungshilfen tun Not.

Nie war der Schulungsbedarf im Immobilienbereich so hoch. Die Internationalisierung der Märkte, der steigende Konkurrenz- und Veränderungsdruck der Branche erfordern von den Mitarbeitern eine sehr hohe Professionalisierung. Doch es geht heute nicht nur darum, die Fachkompetenzen dem Markt anzupassen und einen akademischen Abschluss zu erwerben – Auch Moderations- und Präsentationstechniken müssen trainiert und Sozialkompetenzen wie etwa Team-, Kommunikations- und Organisationsfähigkeit optimiert werden. „Firmenleiter beklagen, dass das Fachwissen bei ihren Mitarbeitern durchaus vorhanden ist, ihnen aber oft die Fähigkeit fehlt, dieses zu vermitteln“, sagt Professor Nico B. Rottke, Leiter des Real Estate Management Institute (REMI) der EBS Business School (EBS) in Wiesbaden.

Auf Qualität und Preis achten

Angebote gibt es auf dem Weiterbildungsmarkt in Fülle – Allein die Internet-Weiterbildungsplattform „www.seminus.de“ findet auf Anhieb in ihrer Datenbank 206 Vorschläge zum Stichwort „Immobilien“; die Weiterbildungsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit „Kursnet“ listet sogar mehr als 1000 Veranstaltungen für Immobilienprofessionals auf. Doch Vorsicht: Die Kurse der Anbieter unterscheiden sich nicht nur preislich stark voneinander, sondern auch in ihrem Inhalt und in der Form. So werden etwa Fern- und Präsenzlehrgänge, Upgrade-Seminare, Bachelor- und Masterstudiengänge offeriert, die man nach Feierabend, an Wochenenden oder im Urlaub absolvieren kann.

Eine solide Grundlage für Quereinsteiger im Immobilienbereich bietet nach wie vor die Qualifizierung zum „Immobilienfachwirt“ (IHK). Diese kann man an vielen Orten in den Abendstunden absolvieren oder als Fernkurs belegen. Anerkannt in der Branche sind auch die berufsbegleitenden Lehrgänge „Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau“, „Geprüfte/r Immobilienverwalter/in“ und „Geprüfte/r Immobilienmakler/in“, die das Rüstzeug fürs untere und mittlere Management vermitteln können.

Der Weg in den Chefsessel

Wer in die Chefetage aufsteigen möchte, ist meist mit einem nebenberuflichen Studium besser beraten. Doch gerade bei den vielfältigen Bachelor- und Masterstudiengängen hat man die Qual der Wahl – „Wir haben inzwischen eine so große Breite an Studiengängen in der Immobilienwirtschaft, dass sowohl die Studierenden als auch die Entscheider in den Firmen damit überfordert sind“, sagt Professor Manfred Helmus von der Bergischen Universität Wuppertal, dessen Weiterbildungsstudiengang „Real Estate Management + Construction Project Management“ im diesjährigen Hochschulranking der Immobilienzeitung sehr gute Ergebnisse erzielt hat. „Ich glaube, dass in den nächsten Jahren eine Bereinigung des Marktes stattfinden wird. Veranstalter versprechen in Hochglanzbroschüren sehr viel. Nur die wenigsten halten jedoch das, was sie versprechen“, stellt er fest.

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