Mehr als du denkst – Ausbildung zum Steuerfachangestellten

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Steuerfachangestellter? Hört sich spontan nicht nach einem Ausbildungsberuf mit erhöhtem Thrill-Faktor an. Um diesem Vorurteil entgegenzuwirken, hat die Bundessteuerberaterkammer eine Image-Kampagne gestartet ‑ und setzt dabei auch auf die Unterstützung einer ehemaligen GNTM-Gewinnerin.

Arbeitgeber in Deutschland klagen vermehrt, dass sie kaum noch geeignete Nachwuchskräfte bekommen. Auch die Steuerkanzleien müssen sich dem Kampf um die besten Köpfe stellen. Unterstützung erhalten sie dabei von der Bundessteuerberaterkammer. Diese versucht, mit der relaunchten Image-Kampagne „Mehr als du denkst“, junge Leute von der Attraktivität einer Ausbildung in der Steuerberatung zu überzeugen. Dabei geht die Kammer ungewohnte Wege: Zuletzt konnte man Jennifer Hof, Gewinnerin der 3. Staffel der Casting-Show „Germanys next Topmodel“ als „Gesicht“ der Kampagne gewinnen. Das ehemalige Model kann die Kampagne glaubwürdig unterstützen, schließlich absolviert Jennifer Hof selbst eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten.

Die Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung. Neben der Arbeit in einer Steuerberaterpraxis besuchen die Azubis die Berufsschule, wo ihnen das theoretische Wissen vermittelt wird. Schwerpunkte der Ausbildung sind Steuer- und Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht

Was man als Azubi verdient, kann je nach Region unterschiedlich sein. Informieren kann man sich bei den regionalen Steuerberaterkammern. Diese können auch weiterhelfen, wenn man mehr über die Möglichkeiten erfahren möchte, parallel zur Ausbildung das Abitur oder ein duales Studium zu absolvieren.

Aufgabenfelder

Steuerfachangestellte erledigen z. B. das Rechnungswesen für Unternehmen. Dabei übernehmen sie die Finanzbuchhaltung mit laufender betriebswirtschaftlicher Auswertung und bereiten die Jahresabschlüsse vor. Außerdem sind sie an der Erstellung von Steuererklärungen für Unternehmen und Privatpersonen beteiligt und prüfen für die Mandanten die Steuerbescheide des Finanzamts. Bei ihrer Arbeit nutzen sie spezielle Software, neueste EDV und Kommunikationstechnik.

Entwicklungsperspektive

Nach 3 Jahren Berufstätigkeit können Steuerfachangestellte die Fortbildungsprüfung zum Steuerfachwirt ablegen, die sie für komplexere und noch verantwortungsvollere Tätigkeiten in den Kanzleien qualifiziert. Steuerfachwirte können nach insgesamt 7-jähriger Praxis zur Steuerberater-Prüfung zugelassen werden. Steuerfachangestellte, die den (Um-)Weg über die Fachwirtprüfung nicht gehen möchten, können ebenfalls die Beraterprüfung ablegen, allerdings erst nach 10-jähriger Berufspraxis.

Mehr über die Ausbildung zum Steuerfachangestellten und die Kampagne der BStBK:

http://www.mehr-als-du-denkst.de/

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