Mit dem richtigen Bewerbungsfoto punkten

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Innerhalb von einer sechstel Sekunde werden abgebildete Personen hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit eingeschätzt und beurteilt. Diese Tatsache haben Psychologen herausgefunden und sie findet heute im Bereich der Personalent-scheidungen ihre Anwendung. Ein gutes Bewerbungsfoto kann  bei der Entscheidung eines Personalverantwortlichen, jemanden zum Bewerbungsgespräch einzuladen oder direkt einzustellen, durchaus von Bedeutung sein. Wenn zwei Bewerber nach ihrer Qualifikation und ihrer Bewerbungsmappe gleichauf liegen, kann das Foto den Ausschlag geben. Denn mit einem guten Foto können Sie Sympathie gewinnen und damit den Personaler auf Ihre Seite ziehen.

Doch wie soll so ein Bewerbungsfoto konkret aussehen? Welche Kriterien müssen Sie beachten und was erwarten die Arbeitgeber? Über diese Frage ist man sich nicht immer einig, doch gibt es durchaus Richtlinien, die Sie beachten sollten, um mit einem professionellen Foto punkten zu können.

Checkliste für ein perfektes Bewerbungsfoto:

  1. Profi statt Selbstauslöser: Suchen Sie sich einen kompetenten Fotografen, der Erfahrung mit Bewerbungsfotos hat. Sagen Sie ihm, in welchem Bereich Sie sich um welche Position bewerben. Erfahrene Fotografen kennen die Ansprüche der Unternehmen und dort werden Sie meist auch hinsichtlich Kleidung, Frisur und Make-up beraten.
  2. Kleidung/Schmuck: Informieren Sie sich über den Dresscode der Branche. Mit Bluse und Jackett bei Frauen sowie Hemd, Jackett und Krawatte bei Männern kann man eigentlich nichts falsch machen. Wählen Sie allgemein eher gedecktere Farben, bunte Kleidungsstücke sollten vorsichtig verwendet werden. Verzichten Sie auf übertriebenen Schmuck.
  3. Frisur/Make-up: Glatt, gelockt, kurz oder lang – die Frisur sollte vor allem dem eigenen Typ entsprechen und einen natürlichen Eindruck vermitteln. Für Frauen mit langen Haaren empfiehlt sich: Binden Sie Ihre Haare zu einem Pferdeschwanz oder Dutt zusammen, das verleiht Ihrem Bild mehr Durchsetzungskraft. Falls Sie dies nicht wollen, legen Sie es zumindest hinter die Schultern.  Denn all das, was den Betrachter zu stark ablenkt, wie zum Beispiel über die Schulter wallende Haare, ist zu vermeiden. Deswegen sollte auch Make-up dezent verwendet werden. Auf knalligen Lippenstift sollten Sie daher verzichten. Ein letzter Tipp dazu: Pudern Sie glänzende Hautpartien direkt vor dem Foto noch einmal nach.
  4. Farbgebung: Auf die Frage, ob Farbe oder Schwarzweiß, gibt es keine branchenspezifische Antwort. Einige Bewerbungsberater halten Schwarzweiß-Aufnahmen für ausdrucksstärker, doch das müssen Sie selbst beurteilen. Wählen Sie einen hellen Bildhintergrund, um einen guten Kontrast zu haben.
  5. Format: Hier gilt die Grundregel: Passbilder sind für Pässe und nicht für eine Bewerbung. Das klassische Bewerbungsbild ist ca. 6,5 cm mal 4,5 cm groß. Wenn Sie sich für die Einbindung auf dem Deckblatt entscheiden, können Sie etwas kreativer vorgehen. So kann das Foto etwas größer gewählt werden, beispielsweise in den Abmaßen 6 cm mal 9 cm. Auch abweichende Formate, wie ein Foto im Querformat sind durchaus denkbar. Das Bild kann auch eingescannt und anschließend mehrmals ausgedruckt werden, doch sollte dabei ein tadelloses Druckergebnis vorliegen.
  6. Anwendung: Versehen Sie das Foto auf der Rückseite mit Ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer, für den Fall, dass das Foto sich löst. Benutzen Sie zum Befestigen des Bewerbungsfotos keine Büroklammern, sondern einen Montagekleber, der sich leicht abrubbeln lässt.
  7. Aktualität: Das Bewerbungsfoto darf maximal 2 Jahre alt sein. Zwischen Ihrem jetzigen Aussehen und dem auf Ihrem Foto dürfen keine Welten liegen.

 

Ein Bewerbungsfoto soll grundsätzlich zeigen, wie Sie das Unternehmen nach außen präsentieren wollen. Gehen Sie daher besonders sorgfältig bei der Erstellung und Auswahl Ihres Lichtbildes vor. Sie entscheiden, ob Sie Zurückhaltung oder Offenheit ausdrücken wollen. Erstellen Sie ein Foto, mit dem Sie sich identifizieren können und das nicht vorgibt was Sie nicht sind.

Kommentare

  • Patrick sagt:

    Guter Tipp ich habe in der Vergangenheit einfach ein Passfoto aus dem Automat verwendet. Ich denke ein professionelles Foto kann schon einen großen Unterschied machen.

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