Mit Fehlern im Job richtig umgehen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Fehler sind Teil unseres Alltags – sie passieren jedem und können uns stark aus dem Gleichgewicht bringen. Eigene Fehler sind uns oft peinlich. Kleine Patzer werden hektisch weggewischt, bevor sie offenkundig werden. Große Missgeschicke vor den Augen anderer sind dagegen beschämend und ärgerlich.

Im Arbeitsalltag gibt es viele Möglichkeiten, auf Fehler zu reagieren, positive wie negative. Nur dort, wo ruhig und sachlich mit Fehlern umgegangen wird, können alle Betroffenen aus den Folgen klug werden. Nur in einer positiven Fehlerkultur können alle Beteiligten aus Fehlern lernen.

Um eine gute und konstruktive Fehlerkultur zu bekommen, müssen Sie eine respektvolle und wertschätzende Haltung anderen gegenüber sowie ein konstruktives und kooperatives Verhalten annehmen. Vier Punkte sind dabei besonders wichtig:

1. Ursachen statt Schuldige suchen

In einer positiven Fehlerkultur wird nicht nach Schuldigen gesucht, sondern nach Ursachen. Dafür ist ein Blickwechsel erforderlich. Statt Personen zu fokussieren, sollten Sie sich auf die Sache konzentrieren. Sie sollten sich fragen „Was hat alles zum Fehler geführt?“ und nicht „Wer hat das verschuldet?“.

2. Auf Verbesserung statt Strafe abzielen

In einer konstruktiven Fehlerkultur geht es nicht um Bestrafung. Schwingen Sie sich nicht zum Richter auf, der Urteile über Schuldige verhängt, sondern suchen Sie nach Verbesserungen. Der Fokus verschiebt sich von der Buße zur Lösung. Reagieren Sie nicht mit „Das wird Folgen haben!“, sondern indem Sie gemeinsam anregen „Wie können wir den Fehler abstellen?“.

3. Ruhig und sachlich statt emotional reagieren

In einer guten Fehlerkultur wird Fehlern nicht mit negativen Emotionen begegnet. Wutausbrüche, Schreien und Vorwürfe erweisen sich als kontraproduktiv. Daher ist es sinnvoll auf einen ruhigen und sachlichen Umgangston zu achten und die Probleme auf der Sachebene zu klären. Statt Aussagen wie „Sie haben eine Schei…-Arbeit abgeliefert!“ von sich zu geben, sollten Sie sachlich, „Das Verhalten entspricht nicht den Anforderungen.“, auf den Fehler hinweisen.

4. Vom Gegeneinander zum Miteinander

Eine konstruktive Fehlerkultur zeichnet sich durch einen respektvollen Umgang mit anderen aus – auch wenn ihnen ein Fehler passiert ist. Agieren Sie auf Augenhöhe, zeigen SieVerständnis, dass Fehler passieren können und drücken Sie Zuversicht aus, dass Sie alle gemeinsam daraus lernen können. Reagieren Sie nicht mit „Jetzt sollten Sie sich schleunigst eine Lösung überlegen!“, sondern zeigen Sie gemeinsame Wege auf: „Wir finden sicher eine gute Lösung!“.

 

Ein offener Umgang mit Fehlern ist wichtig, weil damit Wiederholfehler verhindert werden und Unternehmen davon in vielerlei Hinsicht profitieren können:

 

  • Hohe Arbeitszufriedenheit: Es gibt Verständnis, dass Fehler passieren können und einen respektvollen Umgang mit Fehlerverursachern. Die Angst vor Fehlern erübrigt sich daher.
  • Hohe Arbeitssicherheit: Ein hohes Fehlerbewusstsein schafft einen klaren Blick für Unfallrisiken.
  • Hohe Qualität: Fehler werden rasch erkannt, verlässlich aufgezeigt und gemeinsam bearbeitet.
  • Hohe Produktivität: Ausschusskosten und Nacharbeiten werden durch nachhaltige Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen schrittweise reduziert.

 

Weiter Hilfen zum produktiven Umgang mit Fehlern finden Sie u.a. hier:

 

Elke M. Schüttelkopf: Lernen aus Fehlern. Wie man aus Schaden klug wird. 2. Auflage, Haufe: Freiburg, München 2015.

 

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-10/ratgeber-fuehren-live

 

http://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie_aid_65220.html

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