Mit Lampenfieber und Prüfungsangst richtig umgehen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Viele Personen kennen das Gefühl, wenn das Herz höher schlägt, hektische Flecken auftreten und im Kopf nur noch Leere herrscht – Lampenfieber! Bei den einen tritt es stärker, bei den andern schwächer auf, doch das Gefühl ist meist mit Panik verbunden.

Für Studierende steht demnächst wieder die Prüfungszeit vor der Tür und da kommt die Angst schon langsam hoch. Der Puls steigt an und die Nerven liegen blank. Doch was können Sie gegen Ihre Prüfungsangst tun? Gibt es Strategien, mit denen Sie Ihr Lampenfieber in den Griff bekommen können? Ja, die gibt es und sie sind leicht umzusetzen.

 

Allgemeine Selbsthilfetechniken:

  • Wenn Sie nervös sind und unter Stress stehen, dann atmen Sie oft nicht richtig was zu noch mehr Stress für den Körper führt. Atemtechniken bieten schnelle Hilfe in Akutsituationen und unterstützen langfristig dabei, das richtige Atmen wieder zu erlernen.
  • Glauben Sie an sich selbst. Bauen Sie Selbstvertrauen in Ihre Fähigkeiten und Vorbereitungen auf.
  • Mit mentalem Training lassen sich Prüfungs- und Auftrittssituationen vorab durchspielen. Sie verlieren dadurch ihren Schrecken.

 

Tipps für Präsentationen:

  • Wichtigste Regel: Bereiten Sie sich gut vor. Dann können Sie selbstbewusster agieren und fühlen sich auch sicherer.
  • Arbeiten Sie nicht bis kurz vor dem Auftritt an Ihrer Präsentation. Lassen Sie ein paar Stunden dazwischen frei, um sich sammeln und noch einmal durchatmen zu können.
  • Wenn Sie sich weiter unsicher fühlen, verhilft Ihnen eine Vortragsprobe nicht nur zu inhaltlicher Sicherheit, sondern verschafft Ihnen auch einen guten Eindruck über die benötigte Zeit. Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie von Ihrem Dozenten ein bestimmtes Zeitlimit vorgegeben bekommen haben.
  • Nutzen Sie Notizen, ein Skript für Ihren Vortrag. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie den Faden verlieren sollten. Vor allem zu Beginn sind Notizen besonders hilfreich, wenn das Lampenfieber am stärksten ist. Ein freier Vortrag ist zwar durchaus lobenswert, doch bringt Ihnen dieser auch nichts, wenn Sie an einer Stelle nicht mehr weiter wissen.
  • Bemühen Sie sich, möglichst frühzeitig im Veranstaltungsraum zu sein. Vielleicht können Sie den Raum auch schon vor Beginn der Veranstaltung in Augenschein nehmen. So haben Sie die Möglichkeit, sich an die Umgebung zu gewöhnen und zu orientieren. Wenn Sie auf technische Hilfsmittel angeweisen sind (Beamer, Tafel, etc.), empfiehlt es sich, dass Sie diese vorher checken und auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfen.
  • Unter Druck neigen wir dazu, deutlich schneller zu sprechen als in unaufgeregtem Zustand. Bei Aufregung nimmt die Wortfrequenz zu. Sie nutzen die wenigen kurzen Pausen, die sie machen, oft nur, um kurz nach Luft zu schnappen. Das Gefühl der Kurzatmigkeit verstärkt dann noch die Nervosität. Versuchen Sie daher ruhig zu atmen und machen Sie längere Pausen.

 

Tipps für Prüfungen:

  • Fangen Sie frühzeitig mit dem Lernen an und planen Sie von vornherein Pausen ein. Damit schaffen Sie Ihr Lernpensum ohne großen Stressaufwand.
  • Unterteilen Sie den Stoff in kleine Einheiten, um Überblick und Motivation zu erhalten. Lernerfolge werden sich dadurch regelmäßig einstellen und Sie verlieren nicht so schnell die Lust am Lernen.
  • Wenn Sie den Prüfer nicht kennen (vor allem bei einer mündlichen Prüfung), dann suchen Sie möglichst frühzeitig den Kontakt zu Ihrem Prüfer. Der direkte Kontakt verhilft Ihnen zu einem realistischeren Bild der Person und kann dadurch vielen Sorgen vorbeugen.
  • Sorgen Sie nach Möglichkeit für ausreichend Schlaf vor der Prüfung.
  • Hören Sie am Vorabend auf zu lernen. Ihr Gehirn braucht Zeit, um den Stoff zu verarbeiten. Sie können, wenn Sie bis kurz vor dem Termin lernen, ohnehin nur noch einen kleinen Teil der Materie bearbeiten und jede Unsicherheit wird Ihre Nervosität steigern.

 

 

Mit diesen Tipps sollten Sie die kommende Prüfungszeit souverän bestehen und Ihr Lampenfieber in den Griff bekommen. Viel Erfolg!

 

 

Weiterführende Literatur:

 

Jörg Abromeit: Lampenfieber und Prüfungsangst besiegen. Haufe, Freiburg, München 2014.

Kommentare

  • Alexander sagt:

    Hallo, da sprechen Sie ein sehr interessantes Thema an wo viele belastet und Probleme macht aber mit Ihren tollen Tipps kann mann dagegen ankommen danke für diesen schönen Artikel.

    MfG Alexander

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