Mit Lücken im Lebenslauf richtig umgehen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Im Idealfall sollte der Lebenslauf in Ihrer Bewerbung vollständig und lückenlos sein. Aber wer hat schon einen perfekten Lebenslauf?

Die Gründe für Lücken im Lebenslauf, d.h. Zeiten, in denen Sie keiner dauerhaften Beschäftigung, keinem Studium oder keinem Praktikum nachgegangen sind, können vielfältig sein: Arbeitssuche, freiwillige Auszeiten, Urlaub, Krankheit oder vieles mehr.

Lücken unter zwei Monaten werden in der Regel ohne Nachfragen akzeptiert, aber längere Lücken fallen auf, wecken Neugierde und schaffen Raum für Spekulationen.

Aber wie gehen Sie nun am besten damit um?

 

1. Seien Sie aufrichtig!

  • Lücken sind ok, Lügen nicht: Falsche Angaben im Lebenslauf sind ein Kündigungsgrund, auch nachträglich.
  • Vermeiden Sie ungeschicktes Kaschieren von Lücken: Personaler wissen, worauf sie achten müssen. Es fällt auf, wenn Sie im Lebenslauf Jahresangaben statt Monatsangaben verwenden, und wirkt wenig überzeugend, wenn Sie Ihren Urlaub als „interkulturelle Bildungsreise“ verkaufen wollen. Dies weckt Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit und holt Sie spätestens im Bewerbungsgespräch ein, wenn explizit nachgefragt wird.
  • Seien Sie stattdessen authentisch und selbstbewusst: Sie konnten Erfahrungen sammeln, selbst wenn Ihre Entscheidungen vielleicht nicht immer die besten waren.

 

2. Tricksen Sie bei den Formulierungen und dem Layout!

  • Verwenden Sie eine positive Wortwahl: Schreiben Sie „arbeitssuchend“ oder „berufliche Neuorientierung“ statt „arbeitslos“.
  • Wählen Sie die Darstellung des Lebenslaufs – chronologisch oder die aktuelle Position zuerst – so, dass Ihre Vorzüge im Vordergrund stehen und zuerst ins Auge fallen.

 

3. Füllen Sie die Lücken mit Fakten!

  • Zeigen Sie, dass Sie die Zeit sinnvoll genutzt haben: Erwähnen Sie qualifizierende Maßnahmen, wie Weiterbildungen, Kurse, Neben- und Aushilfsjobs, oder die Erweiterung Ihrer EDV-Kenntnisse im Selbststudium.
  • Nennen Sie auch Vereinsarbeiten, gemeinnützige Ehrenämter oder Tätigkeiten ohne Bezahlung für Freunde oder Familienangehörige. So überzeugen Sie Ihren potenziellen Arbeitgeber zusätzlich von Ihrer Sozialkompetenz.

 

Tipps für spezielle Lücken:

 

Berufseinstieg: Gerade Berufseinsteiger genießen besonderes Verständnis für eine längere Suche nach dem besten Jobangebot. Erwähnen Sie dennoch zusätzliche Tätigkeiten, wie die Weiterführung Ihres Nebenjobs.

Arbeitslosigkeit: Beschreiben Sie, was Sie in dieser Zeit unternommen haben, um eine neue Arbeitsstelle zu finden und mit welchen Tätigkeiten Sie die Zeit sinnvoll genutzt haben.

Urlaub: Längere Urlaube und Erholungsphasen müssen nicht kaschiert werden. Stehen Sie dazu, dass Sie sich ausgiebig erholt haben und spannende Eindrücke erworben haben, aber jetzt mit viel Energie und Engagement zur Verfügung stehen.

 

Weitere hilfreiche Informationen zum Schreiben Ihres Lebenslaufs sowie zum Umgang mit unangenehmen Fragen im Bewerbungsgespräch finden Sie hier:

  • Michael Lorenz, Uta Rohrschneider: Bewerbung für Berufseinsteiger. Haufe: Freiburg, München 2015.
  • Claus Peter Müller-Thurau: 101 Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch – inkl. Arbeitshilfen online. Haufe: Freiburg, München 2015.

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