Die Wunscharbeitgeber und Karriereziele angehender Personalexperten

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

Tags: , , ,

Was wünschen sich angehende Personaler?

Studierende mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft möchten am liebsten für Automobilhersteller arbeiten: Bei Audi, BMW, Volkswagen und Porsche müssen sie sich laut einem aktuellen Arbeitgeber-Ranking besonders ins Zeug legen, um sich von ihren Studienkollegen abzuheben. Dabei ist eine ausgewogene Work-Life-Balance für die künftigen Personaler das wichtigste Karriereziel. 

Im Arbeitgeber-Ranking 2013 des Employer-Branding-Beratungsunternehmens Universum Communications liegen bei den angehenden Personalern die Autobauer Audi, BMW, Volkswagen und Porsche vorn, gefolgt von Google auf Rang fünf. Komplettiert wird die Liste durch Lufthansa, Daimler/Mercedes-Benz, Amazon, Siemens und Robert Bosch. Die Studierenden, die eine Karriere im HR-Bereich anstreben, unterscheiden sich damit nur unwesentlich von den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften.

Ausgewogene Work-Life-Balance ist Top-Karriereziel

Sowohl bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften allgemein als auch bei denen, die als Schwerpunkt Personalwirtschaft studieren, ist das Top-Karriereziel eine ausgewogene Work-Life-Balance, gefolgt vom Wunsch, einem sicheren und beständigen Job nachzugehen. Das drittwichtigste Ziel für beide Gruppen ist es, als Führungskraft eine leitende Funktion zu übernehmen.

Die künftigen Personaler wünschen sich im Job also genau das, was sich auch die anderen Studierenden wünschen, nämlich dass sich Privatleben und Familie mit den beruflichen Anforderungen vereinbaren lassen. Wenn die Personal-Studierenden erst einmal selbst in den Unternehmen tätig sind, haben sie damit die besten Voraussetzungen, die Bewerber zu verstehen, sie richtig anzusprechen und dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Personaler erachten Work-Life-Balance und Jobsicherheit für besonders wichtig

Für die angehenden Personalexperten sind die Work-Life-Balance, Jobsicherheit und der Wunsch, als Führungskraft eine leitende Funktion zu übernehmen, sogar noch etwas wichtiger als für die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften. Während bei den Wirtschaftswissenschaftlern 55 Prozent die Work-Life-Balance als eines der Top-Karriereziele nannten, lag der Anteil bei den Personalern mit 65 Prozent sogar noch zehn Prozentpunkte höher. Auch die beiden anderen Top-Karriereziele, Jobsicherheit und Übernahme einer Leitungsfunktion, wurden von den Personalern als wichtiger eingeschätzt als von den Wirtschaftswissenschaftlern.

Work-Life-Balance und Jobsicherheit für Frauen bedeutsamer als für Männer

Studentinnen mit Schwerpunkt Personalwirtschaft unterscheiden sich signifikant von ihren männlichen Kommilitonen bezüglich der Bedeutung, die für sie die Work-Life-Balance und die Jobsicherheit haben. Während die Work-Life-Balance von 70 Prozent und die Jobsicherheit von 54 Prozent der Studentinnen als besonders wichtig angesehen werden, trifft dies nur auf 55 bzw. 46 Prozent der Personalstudenten zu.

Was ist bei der Work-Life-Balance besonders wichtig?

Unter Work-Life-Balance wird gemeinhin die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf verstanden. Aber welche Aspekte der Work-Life-Balance sind den Studierenden besonders wichtig? Um das herauszufinden, hat Universum Communications auch danach gefragt, was den Studierenden in Bezug auf eine gute Work-Life-Balance am wichtigsten ist. Das Ergebnis: Sowohl für die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften als auch für diejenigen, die eine Karriere im HR-Bereich anstreben, ist bei der Work-Life-Balance ein positives Arbeitsklima am wichtigsten. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern sprachen sich 43 Prozent für diesen Aspekt der Work-Life-Balance aus. Bei den Personalstudierenden waren es 40 Prozent. Der zweitwichtigste Aspekt bei der Work-Life-Balance ist, dass sich die Familien- und Karriereplanung nicht stören. Bei den HR-Studierenden erwähnten dies 37 Prozent, bei den Wirtschaftswissenschaftlern waren es 31 Prozent. Flexible Arbeitszeiten und flexible Arbeitsbedingungen (wie Home Office) werden ebenfalls als besonders wichtige Aspekte einer guten Work-Life-Balance genannt.

Personalern ist Karriere im Ausland weniger wichtig

Eine internationale Laufbahn ist den Studierenden mit Schwerpunkt Personal allerdings etwas weniger wichtig als den Wirtschaftswissenschaftlern. Während bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften 27 Prozent eine internationale Laufbahn als besonders wichtiges Karriereziel sehen, liegt der Anteil bei den Personalern, die ihre Karriere besonders gerne auch im Ausland verfolgen möchten, nur bei 23 Prozent.

Informationen zur Umfrage von Universum Communications

Das Employer-Branding-Beratungsunternehmen Universum Communications befragte von November 2012 bis März 2013 insgesamt 22.714 Studierende an 135 Hochschulen in Deutschland, darunter 965 Studierende mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft, sowohl zur Wahrnehmung und Attraktivität von Arbeitgebern als auch zu den Karrierezielen, die für sie in ihrem Berufsleben wichtig sind.

Die Studierenden konnten aus einer Liste von 130 Unternehmen bis zu fünf Wunscharbeitgeber wählen, ergänzt um eigene Vorschläge. Bei den Karrierezielen wurde den Teilnehmern der Umfrage eine Liste mit neun möglichen Karrierezielen vorgelegt, von denen die Teilnehmer die für sie persönlich besonders wichtigen auswählen konnten. Bis zu drei Karriereziele konnte genannt werden.

Der Autor
Stefan Lake ist Country Manager Germany von Universum Communications. Das Unternehmen arbeitet weltweit mit Hochschulen zusammen, um die beruflichen Erwartungen und Prioritäten der qualifizierten Nachwuchskräfte zu erfassen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte bestätigen Sie, dass Sie keine Maschine sind, indem Sie die Rechenaufgabe lösen. Nähere Informationen.