Selbständig statt Arbeitnehmer Teil I

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Nach dem Studium erst einmal eine sichere Festanstellung – dieser Grundsatz muss nicht für jeden gelten, der nach dem Studium seinen beruflichen Erfolg sucht. Denn es gibt daneben auch viele gute Gründe, etwas mehr Risiko einzugehen und  sich selbstständig zu machen. Vom Bedürfnis, den unternehmerischen Tatendrang zu befriedigen, über den Wunsch nach einem höheren Einkommen, oder weil man unabhängig sein will.

 

Typische Gründungsmotive sind:

 

  • ein geeigneter Geschäftspartner,
  • momentane Arbeitslosigkeit,
  • die Entwicklung einer tragenden Geschäftsidee,
  • die Entdeckung einer Marktnische,
  • günstige Konjunkturaussichten,
  • Vermögensbildung,
  • Familientradition.

 

Chancen und Risiken abwägen

Selbstständig zu sein bietet zahlreiche Vorteile gegenüber einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. Die wichtigsten Vorteile einer beruflichen Selbstständigkeit sind:

  • Sie sind wirtschaftlich unabhängig und haben keine Anweisungen eines Vorgesetzten zu befolgen.
  • Ihr Einkommen wird sich erhöhen.
  • Sie können sich Ihre Arbeitszeit frei einteilen.
  • Sie können Ihre eigenen Ideen verwirklichen und Ihre Kreativität nutzen.
  • Sie können steuerliche Vorteile nutzen.
  • Sie können Ihre gesammelten Erfahrungen einbringen.

 

Die Geschäftsidee ist wesentlich

Bei all Ihren persönlichen Motiven und Vorteilen steht eines immer im Mittelpunkt – die Idee. Jeder Existenzgründer, der bleibenden Erfolg will, benötigt eine durchschlagende Geschäftsidee. Sollte Ihnen diese zündende Idee noch fehlen, gehen Sie offenen Auges durch die Welt: Schauen Sie sich z. B. beim nächsten Auslandsaufenthalt nach einer geeigneten Idee um, die sich zu kopieren lohnt. Ihre Idee kann auch eine neue Erfindung oder die Weiterentwicklung eines bestehenden Produktes sein. Viele Möglichkeiten für eine erfolgreiche Selbstständigkeit bietet auch verstärkt der Dienstleistungssektor. Natürlich besteht immer die Gelegenheit, sich mit einem traditionellen Betrieb oder mit einer schon vorhandenen Geschäftsidee eine eigene wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

 

Wo liegt der Schlüssel zum Erfolg?

In jedem Fall müssen Sie sich von Ihrer Geschäftsidee wirtschaftlichen Erfolg versprechen, bevor Sie sich mit dem Gedanken tragen, diese Idee mit Hilfe einer Firma zu vermarkten. Dabei sollten Sie immer bedenken: Ihre Geschäftsidee setzt sich auf dem Markt nur dann durch, wenn Sie mit Ihrer Idee bestehende Kundenbedürfnisse befriedigen oder neue Wünsche wecken können.

Erfolgreiche Ideen zeichnen sich dadurch aus, dass sie

  • ihrer Zeit voraus sind,
  • Kundenprobleme lösen,
  • besser sind als bestehende Angebote.

 

Ein besseres Angebot können Sie z. B. erreichen durch

  • eine höhere Qualität,
  • eine bessere Beratung,
  • mehr Freundlichkeit,
  • schnellere Lieferzeiten,
  • Spezialisierung.

Wollen Sie aus Ihrer Idee auch bald einen finanziellen Nutzen ziehen, wird Ihnen das nur gelingen, wenn Sie an Ihre Idee wirklich glauben. Meist ist es sinnvoller, eine Idee zu verwerfen, die Sie nicht hundertprozentig vertreten.

 

Wann Sie sich nicht selbstständig machen sollten

Eine Unternehmensgründung ist immer mit einem hohen Risiko verbunden und hat ganz andere Dimensionen als nur ein Wechsel der Arbeitsstelle. Prüfen Sie deshalb vorab, ob die Existenzgründung der richtige Weg für Sie ist.

Gehen Sie nicht in die Selbstständigkeit, wenn

  • Sie keine Eigenmittel besitzen,
  • Sie das Unternehmerrisiko scheuen,
  • Sie kein Unternehmertyp sind,
  • Ihnen die fachlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung Ihrer Idee fehlen.

 

Ob Sie ein Unternehmertyp sind, können Sie mit Hilfe der Checkliste im nächsten Blogbeitrag testen.

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