Small Talk: Was reden wenn der Chef im Aufzug steht?

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Small Talk kann ein wichtiger Erfolgsfaktor für Beruf und Karriere sein. Egal ob im Aufzug, in der Kantine, oder auf dem Flur: Plötzlich läuft einem der Chef über den Weg. Durch diesen Zufall könnten sich Karrierechancen bieten, wenn man den Augenblick zu nutzen wüsste und die richtigen Worte finden würde.

Doch wenn es darauf ankommt, wissen wir plötzlich nicht, was wir sagen sollen. Dabei kann man diese Fähigkeit ganz einfach erwerben. In manchen Situationen reicht schon ein Lächeln und ein freundlicher Gruß. Grüßen Sie Vorgesetzte grundsätzlich und wenn möglich mit Namen. Denn auch wenn Sie als Antwort vielleicht nur ein gebrummtes „Morgen“ zurückerhalten, hat ihr Vorgesetzter Sie bemerkt – und das möchten Sie. Vielleicht unterhält er sich mit Ihnen bei der nächsten Begegnung.

Entwickelt sich ein Gespräch, ist es wichtig, dass man keine Angst haben sollte, frei und ungezwungen zu reden. Schnell drängt sich die Frage auf: „Worüber soll ich bloß reden?“, und das Gespräch erstickt.

Ein wichtiger Faktor um Hemmungen zu überwinden, ist ein gesundes Interesse am Gegenüber. Wenn Sie interessiert sind, finden Sie leichter einen Gesprächsstoff und die Blockaden verschwinden. Dabei ist es kein Hinderungsgrund, wenn Sie sich im Thema nicht besonders gut auskennen. Denn viele Gesprächspartner freuen sich darüber, wenn sie jemanden treffen, dem sie alles, was sie wissen, erzählen können. Interesse zu entwickeln heißt aber nicht, andere auszufragen. Eine gesunde Neugier dagegen ist förderlich.

 

Bestimmte Themen bieten sich zum Gesprächseinstieg an:

  • Feiertage oder die Jahreszeit: „Na, waren Sie schon im Urlaub?“ „Die Feiertage gut überstanden?“
  • Etwas Auffälliges am Gegenüber: „Ein schönes Jackett – sieht aus, als ob es aus Italien käme!“
  • Aktuelle Themen: „Haben Sie gelesen, dass das neue Museum doppelt so teuer werden soll wie geplant?“
  • Viele Männer reden gern über Sport: „Freuen Sie sich auch schon auf die nächste Fußballweltmeisterschaft?“
  • Bitten Sie um Informationen (Uhrzeit, Richtung, Weg): „Wissen Sie, ob der Zug Verspätung hat?“ Im Anschluss daran: „Wo fahren Sie hin?“
  • Die meisten Menschen reden gern über das Wetter – als Start also ideal! Und unversehens sind Sie bei Themen wie dem letzten Urlaub oder den Plänen für das Wochenende.

 

Themen die gemieden werden sollten:

  • Politik und Politikerschelte
  • Religion
  • Familienprobleme
  • Geld
  • Eigene Schwächen, Fehler, Neurosen
  • Ihr Lieblingsthema – denn nichts langweilt Ihren Gesprächspartner mehr als ein Monolog. Small Talk ist interaktiv – Monologe sind es nicht.

 

Weitere Tipps finden Sie im TaschenGuide „Small Talk“ von Cornelia Topf, ISBN 978-3-648-03438-5

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