So überwinden Sie Schreibblockaden!

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Ob Seminararbeit, Praktikumsbericht oder Abschlussarbeit – das Schreiben von Texten ist fester Bestandteil des Studiums. Dies geschieht meist unter hohem Zeitdruck, schließlich müssen in den Semesterferien oft mehrere Arbeiten gleichzeitig verfasst, Klausuren erfolgreich gemeistert und zusätzlich noch Praktika oder Freizeitaktivitäten koordiniert werden.

Da können Sie eines gar nicht gebrauchen: eine Schreibblockade.

Sie starren auf den Bildschirm und sind nicht in der Lage, auch nur einen einzigen Satz zu schreiben. Zuerst kompensieren Sie dies vielleicht mit Aufräumen, Putzen oder anderen „wichtigen“ Dingen, aber spätestens, wenn Sie wieder vor dem PC sitzen, kommt das Gefühl von Leere und Unruhe zurück.

Neben greifbaren Ursachen wie Schwierigkeiten mit dem Thema und einem fehlerhaften Konzept liegen die Gründe für eine Schreibblockade meist wo anders: im Wunsch, sofort einen perfekten Text zu schreiben, und in der Überforderung vor den vielen Aufgaben, die alle erledigt werden müssen.

 

Mit den richtigen Hilfsmitteln können Sie einfache Schreibblockaden überwinden und dauerhaft vermeiden:

 

1. Schaffen Sie die richtige Arbeitsatmosphäre!

  • Schreiben Sie in einer ruhigen Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen.
  • Beseitigen Sie Störfaktoren und Ablenkungen. Das heißt konsequent: Handy ausschalten, E-Mail-Programm schließen, zusätzliche Materialien beiseitelegen. Wenn sich beim Schreiben Fragen ergeben, notieren Sie sich diese, aber recherchieren Sie nicht parallel.

 

2. Strukturieren Sie Ihren Arbeitsprozess!

  • Gerade beim Schreiben über einen längeren Zeitraum ist es wichtig, dass Sie Regelmäßigkeiten und Routinen entwickeln: Schreiben Sie in kleinen Etappen und zu bestimmten Zeiten.
  • Planen Sie feste Pausen oder Belohnungszeiten ein und erleben Sie diese bewusst, zum Beispiel durch einen Ortswechsel oder einen Spaziergang.
  • Schalten Sie Phasen zum Lesen und Recherchieren dazwischen, aber nutzen Sie sie gezielt und nicht als Ablenkung: Schreibzeit ist Schreibzeit, Lesezeit ist Lesezeit, Kaffeezeit ist Kaffeezeit.

 

3. Schreiben Sie los!

  • Schrauben Sie Ihre Erwartungen zurück: Ihr Text kann nicht sofort perfekt sein, aber das muss er auch nicht! Nur Sie können ihn lesen und jederzeit überarbeiten.
  • Tipp: Schreiben Sie so, wie Sie sprechen würden!

 

4. Verändern Sie die Umstände!

  • Nehmen Sie einen Tapetenwechsel vor: zum Beispiel vom Schreibtisch ins Café oder in den Park.
  • Auch ein Wechsel des Mediums kann helfen: Notieren Sie Stichpunkte auf Papier und setzen Sie sich anschließend wieder an den PC.
  • Beginnen Sie mitten im Text oder wechseln Sie das Kapitel.

 

Es wird aber trotzdem immer Tage geben, an denen es einfach nicht klappen will. Seien Sie auch dann konsequent und ziehen Sie den Stecker. Am nächsten Tag sieht die Welt schon wieder anders aus!

 

Hilfreiche Informationen zum Stress- und Zeitmanagement sowie zu nützlichen Kreativitätstechniken finden Sie in den folgenden Büchern:

  • Christine Kentzler, Julia Richter: Stressmanagement. Haufe: Freiburg, München 2010.
  • Jörg Knoblauch, Holger Wöltje u.a.: Zeitmanagement. Haufe: Freiburg, München 2012.
  • Matthias Nöllke: Kreativitätstechniken. Haufe: Freiburg, München 2015.

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