So wird man Personalvorstand

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Leiter, die in den Himmel ragt

Wer auch als Student schon einmal an ein paar Karrierestufen höher denken will: Eine Studie hat untersucht, was man braucht, um Personalvorstand zu werden. Dabei sind es nicht nur die Kompetenzen, die zählen, sondern auch die gesamte Konzernpolitik ist entscheidend. Detaillierte Hinweise für die Karriereplanung hat das Personalmagazin in einer Analyse herausgearbeitet.

Bereits im März 2011 hatte das Personalmagazin einen Beitrag veröffentlicht, der wichtige Karriereschritte und Kompetenzen der Personalvorstände deutscher Dax-Unternehmen unter die Lupe nahm. Nun, in der Juli-Ausgabe 2012 des Fachblatts, haben die Autoren Sebastian Mittmann und Hubert Hofmann ihre Analyse aufgefrischt.

Den großen Trend 2012 beschreiben die Autoren wie folgt: „Wenn Sie Ambitionen auf einen Vorstandsposten mit HR-Verantwortung haben, ist es auch im Jahr 2012 noch immer zuträglich, männlich zu sein und einen wirtschafts- beziehungsweise rechtswissenschaftlichen Bildungshintergrund zu haben. Falls noch möglich, lassen Sie sich ruhig Zeit mit dem Berufseinstieg und versuchen Sie, Auslandserfahrungen sowie allzu viele Unternehmenswechsel zu vermeiden. Arbeiten Sie keinesfalls länger als fünf Jahre im Personalbereich, bevor Sie sich um Ihren 50. Geburtstag herum um eine entsprechende Position bemühen. Wir empfehlen, die Zeit bis dahin im Finanzressort oder in einer Business-Einheit zu verbringen und einen großen Bogen um leitende HR-Funktionen zu machen.“

Kein Unterschied im Werdegang von Frauen und Männern

Im Detail zeigt die Analyse der Autoren, dass die Zeit einer neuen Weiblichkeit angebrochen ist. Sieben von 28 Personalvorständen sind zwischenzeitlich Frauen. Bis zum Jahr 2008 gab es keine einzige „Personalvorständin“. Insgesamt scheinen die Chancen für Frauen zu steigen, zumindest im Bereich der Dax-30-Unternehmen, schreiben die Autoren. Einen grundlegenden Unterschied in Sachen Werdegang, Kompetenzen oder Aufgabenfeld machen sie zwischen den männlichen und weiblichen Personalvorständen aber nicht aus.

Die These, dass der Personalvorstand aus dem Personalbereich kommt, konnte die Analyse nicht bestätigen. Zwar haben die Unternehmen von den zuletzt besetzten Vorstandsposten rund ein Drittel mit Kandidaten direkt aus dem HR-Bereich besetzt. Allerdings sei der Quereinstieg in den Personalbereich die Regel, schreibt das Personalmagazin. „Bei den Dax-30-Konzernen sind 22 HR-Vorstände nicht aus Personalgebieten bestellt worden, davon allein zehn letztes Jahr. Dabei ist zu beobachten, dass in 15 Fällen Business-Funktionen als Sprungbrett genutzt wurden“.

Reine Personalvorstandsposten werden seltener

Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb auf höchster Ebene das Thema Personal an Bedeutung verliert, zumindest wenn man alleine die Verteilung der Aufgabenfelder betrachtet. Die Anzahl reiner Personalvorstandsposten ist nämlich zuletzt gesunken,  schreibt das Personalmagazin. Habe es im Jahr 2004 nur sechs Personalvorstände in den Dax 30 ohne weiteren Verantwortungsbereich gegeben, sei diese Zahl 2010 auf dreizehn gestiegen, heute, 2012, aber wieder auf zehn gesunken.

Dabei ergibt sich kein eindeutiges Bild, welche Funktion am Häufigsten dem Vorstand gemeinsam dem Personalbereich zugeordnet wird. „Es werden sechsmal Business-Aufgaben und fünfmal interne Dienste mit der HR-Funktion kombiniert. Bei drei Unternehmen übernimmt der Vorstandsvorsitzende das HR-Ressort, bei jeweils zwei weiteren Unternehmen ist Personal mit Finanzen oder Recht kombiniert“, schreibt das Personalmagazin.

Kommentare

  • Dirk Steffes sagt:

    Vielen Dank für die sachdienlichen Hinweise. Auslandserfahrung soll tatsächlich schädlich sein? Man muss auch die in den 70er/80er Jahren noch anderen Bildungswege der heutigen „Silver Ager“ berücksichtigen. Ich denke, Sie wenden sich an junge Menschen, die gerne in den Vorstand aufsteigen möchten? Da darf meiner Ansicht nach keine Auslandserfahrung fehlen, auch und gerade bei Personalvorständen!

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