Soft Skills & emotionale Intelligenz – wofür?

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Delfine haben eine ausgeprägte emotionale Intelligenz; Bildquelle: photos.com

Vorlesung, lernen, lernen, … Prüfung. – Vorlesung, lernen, lernen, … Prüfung. Ein Studium gleicht in manchen Phasen einer Tretmühle. Und wer nicht mitmacht, steht am Ende mit weniger guten Noten da, als seine Kommilitonen. Für den Einstieg ins Berufsleben kann das bereits spürbare Konsequenzen haben. Die gute Nachricht: Arbeitgeber achten bei der Einstellung nicht nur auf Zeugnisnoten. Die Soft Skills  des Kandidaten spielen eine nicht unwesentliche Rolle. 

Soft Skills heißt übersetzt „weiche Fähigkeiten“. Dahinter verbirgt sich Ihr Potenzial, gut mit Menschen und deren Handlungsweisen, aber auch gut mit sich selbst umzugehen. Früher wurden Soft Skills als soziale Kompetenzen bezeichnet. Darunter versteht man auch heute noch Faktoren wie Zusammenarbeit, Kommunikation, Konfliktfähigkeit usw. Bis in die 90er-Jahre reichte es allerdings aus, in Bewerbungs- oder Mitarbeitergesprächen beispielhaft diese soziale Kompetenz darzulegen.
Der moderne Begriff Soft Skills hingegen steht für eine völlig neue Einstellung zu diesen Faktoren. Ohne den Nachweis Ihrer Stärken und Schwächen, der ein Nachdenken über die eigenen emotionalen Fähigkeiten zwingend voraussetzt, können Sie heute in Personalgesprächen nicht mehr bestehen – unabhängig davon, worum es inhaltlich geht. Soft Skills sind heute eine maßgebende Grundvoraussetzung, um einen Job zu bekommen und zu behalten.

Soft Skills als Zeichen emotionaler Intelligenz

Menschen, die über ein hohes Maß an Soft Skills verfügen, gelten als emotional intelligent. Emotionale Intelligenz beschreibt Ihr Vermögen, mit eigenen Gefühlen und denen anderer richtig umzugehen. Emotional intelligente Menschen verfügen über folgende wesentliche Kompetenzen:

Sie
– können sich selbst gut beobachten und wahrnehmen,
– besitzen hohe Motivation,
– verfügen über Einfühlungsvermögen sowie
– gute kommunikative Fähigkeiten.

Die gute Nachricht: Emotionale Intelligenz ist angeboren, also jedem gegeben! Nur: Was man daraus macht, ist jedem selbst überlassen.

Ohne Soft Skills geht nichts mehr

Unter Hard Skills (harte Fähigkeiten) versteht man fachliches Know-how. Wenn Sie gerade in einer Bewerbungsphase sind, dann zählen auch Ihre Unterlagen zu den harten Faktoren. Früher reichte es in aller Regel aus, im fachlichen Bereich Erfolge aufzuweisen. Qualifizierte Arbeitszeugnisse, gute Schul- oder Studiumsabschlüsse waren Garanten, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Exzellente Fachkenntnisse befähigten zum beruflichen Aufstieg.
In Zeiten beständigen Wandels, in Unternehmen mit immer weniger Mitarbeitern und hohem Erfolgsdruck reicht Fachwissen und Intelligenz allein nicht mehr aus. Es wird vorausgesetzt.
Der Einfluss des Intelligenzquotienten auf den beruflichen Erfolg beträgt Untersuchungen zufolge derzeit nur etwa 25 bis 30 %, bei Führungskräften sind es sogar nur etwa 15 %! Damit wird deutlich, dass harte und weiche Faktoren aus der Sicht von Personalverantwortlichen und Vorgesetzten zusammengehören.

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