Soft Skills – entwickeln, trainieren und Karriere machen

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Wie erweckt man einen guten Eindruck im Bewerbungsgespräch, bei Vorgesetzten und Kollegen? Worauf legen Führungskräfte, Personalleiter und sonstige Entscheider Wert? Warum genießen einige Menschen so viel Anerkennung und andere wiederum nicht? „Soft Skills“ meint Fähigkeiten, die über fachliches Wissen hinausgehen, die auf der emotionalen und kommunikativen Ebene angesiedelt sind. Sie können ein wichtiger Faktor für den Erfolg im Beruf sein, und entscheidend dafür, welcher Bewerber bei gleicher fachlicher Qualifikation eingestellt oder befördert wird. Einige der wichtigsten Soft Skills und wie man diese verbessern kann werden hier kurz vorgestellt.

 

Selbstbewusstsein:

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist der Schlüssel zu vielen anderen Soft Skills. Betrachten Sie sich selbst mit Abstand und beobachten Sie, wie Sie auf Probleme reagieren. So lernen Sie Ihre Stärken und Schwächen kennen und werden sich Ihrer Grenzen und Ressourcen bewusst. Denn nur wenn Sie Ihre Fähigkeiten kennen, können Sie effektiv an diesen arbeiten.

 

Einfühlungsvermögen:

Einfühlungsvermögen (Empathie) ist die Fähigkeit sich in andere Menschen hineinzuversetzen, zu spüren, was sie wollen, und sich zu erklären, warum Menschen so und nicht anders reagieren. Trainieren lässt sich Ihr Einfühlungsvermögen, indem Sie sich in Ihr Gegenüber hineinversetzen. Fragen Sie sich, wie Sie sich in seiner Lage fühlen oder reagieren würden.

 

Kritikfähigkeit:

Der häufigste Fehler, der beim Annehmen von Kritik gemacht wird, ist das Gesagte sofort auf sich persönlich und nicht auf das Verhalten in der Situation zu beziehen. Das löst in aller Regel unmittelbar den Impuls aus, zu widersprechen oder sich zu rechtfertigen. Dies ist aber nicht sinnvoll wenn Sie erfahren wollen, was genau den anderen an Ihrem Verhalten stört und Sie Ihre Wirkung auf andere besser kennen lernen möchten. Selbst wenn Sie das Gesagte so nicht akzeptieren können oder wollen, helfen Ihnen folgende Regeln das zu klären.

  • Hören Sie zu, fallen Sie nicht ins Wort und rechtfertigen Sie sich nicht.
  • Stellen Sie Verständnisfragen.
  • Überdenken Sie, was Sie von dem Gehörten annehmen können und wollen.
  • Bedanken Sie sich innerlich oder sogar explizit bei Ihrem Gesprächspartner.

 

Kritikfähigkeit bedeutet auch, selbst Kritik zu üben. Auch dabei sind einige Punkte zu beachten:

  • Definieren Sie vor dem Gespräch ein Ziel. Was genau möchten Sie erreichen, was hat Sie konkret gestört?
  • Sprechen Sie Ihr Gegenüber direkt an und stellen Sie eine gute Gesprächsatmosphäre her.
  • Beschreiben Sie die konkrete Situation und finden Sie Beispiele.
  • Beziehen Sie sich auf das Verhalten und nicht auf die Person.
  • Heben Sie nicht nur die negativen, sondern auch positive Aspekte hervor.
  • Erwähnen Sie Alternativen, oder Ihre Vorstellungen und bieten Sie Hilfe an.

 

Teamfähigkeit

Teamfähigkeit wird in vielen Stellenanzeigen gewünscht. Allgemein setzt sich der Begriff daraus zusammen,

  • sich kommunikativ auf seinen Gesprächspartner einzustellen und seine Interessen mit den eigenen zu verknüpfen,
  • eigene Ideen zu entwickeln, dabei jedoch das Gesamtziel des Teams im Auge zu behalten und die eigenen Wünsche und Vorstellungen damit abzugleichen,
  • gezielt Vertrauen zu Kollegen und Vorgesetzten aufzubauen und mit entgegengebrachtem Vertrauen loyal umzugehen,
  • sich im Konfliktfall fair und im Sinne des Gesamtziels zu verhalten.

 

Weitere Tipps, wie Sie Ihre Fähigkeiten besser einschätzen und Ihre Soft Skills verbessern können, finden Sie im TaschenGuide „Soft Skills“ von Gabriele Peters-Kühlinger und Friedel John, ISBN 978-3-648-03431-6.

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