Tafel und Laptop war gestern – Präsentieren mit Tablet und Smartphone

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Egal ob Businesspräsentation oder Referat an der Uni – iPad und andere Tablets bieten beim Vortrag viele Vorteile. So ersetzt beispielsweise die Zoomfunktion auf elegante Weise die oft schlecht zu erkennenden Laserpointer oder unschöne Mauszeiger. Auch entsteht keine Barriere zwischen Redner und Hörer durch den aufgeklappten Bildschirm eines Laptops. Mehr noch: Medien wie Fotos und Filme lassen sich mit einem Fingertipp zielgerichtet aufrufen und einspielen. Doch damit verändern sich auch die Anforderungen an die Präsentationsdramaturgie und die Fähigkeiten des Referenten.

Erfolgt die Präsentation vom PC aus, ist oft Powerpoint das Programm der Wahl. Für die Präsentation mit dem Tablet stehen verschiedene Apps zur Verfügung. Der wichtigste Unterscheid ist dabei, dass die Präsentation nicht mehr gezwungenermaßen linear stattfindet, also die Folien in fester Reihenfolge gezeigt werden. Denn ein Tablet erlaubt nicht nur die Bewegungsrichtung von links nach rechts sondern auch nach oben und unten. Dadurch lässt dich die Präsentation auf mehreren Ebenen organisieren. Dies ermöglicht nicht zuletzt ein flexibleres eingehen auf das Publikum. Bestimmte Themen können bei Interesse vertieft werden, müssen aber nicht. Dies erfordert natürlich vom Referenten einen Überblick über seine Möglichkeiten, so wird aber auch Eintönigkeit durch ein „entlanghangeln“ an den festen Stichpunkten der Präsentation vermieden.
Apps: „nonlinear“ oder „Present Pad“.

Ein Tablet kann auch Tafel oder Whiteboard ersetzen. So können Grafiken oder Tafelanschriebe live und in Zusammenarbeit mit dem Publikum erstellt werden. Ein kleiner Nachteil ist, dass es etwas Übung benötigt auf der begrenzten Zeichenfläche des Tablets ein vollständiges und gut lesbares Dokument zu erstellen. Vorteile sind jedoch die einfache Fehlerkorrektur und die Möglichkeit, das fertige Dokument an die Zuhörer per E-Mail zu versenden. Mitschreiben und mitzeichnen auf Kosten der Aufmerksamkeit ist so nicht mehr nötig.
Apps: „2Screens”, „stickyboard” oder „iFlipchart”.

Der Vortrag mit Karteikarten auf denen die wichtigsten Schlagwörter notiert sind, birgt besonders für ungeübte Redner einige Risiken, wie unleserliche, kleine Handschrift oder nicht nachvollziehbare Korrekturen. Auch beidseitig beschriftete Karten können für durcheinander sorgen, da der Referent immer im Kopf behalten muss die Karte zum richtigen Zeitpunkt umzudrehen. Nutzt man statt Karteikarten ein Smartphone werden diese Probleme umgangen: die Schrift ist immer lesbar und Korrekturen werden direkt umgesetzt. Außerdem ist die Reihenfolge der Karten vorgegeben und der rote Faden geht nicht verloren. Dabei sollte man allerdings darauf achten, den Blickkontakt hauptsächlich zum Publikum und nicht zum Smartphone zu halten.
Apps: „Flash Cards Study Helper“ oder „Cue Cards“.

 

Weitere Tipps zur Präsentation mit Tablet und Smartphone finden Sie im TaschenGuide „Präsentieren mit iPad & Co.“ von Peter Flume. ISBN 978-3-648-03553-5

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