Umgangsformen für Berufseinsteiger

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Begrüßung im Beruf

Die passende Anrede spielt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Jobs eine wichtige Rolle. Der richtige Umgang mit Titeln, Namen und Begrüßungsformeln kann Ihnen nämlich einiges erleichtern. Denn von seinem Gegenüber wird man durch die korrekte Anwendung gewandter und kompetenter wahrgenommen. Ein bisschen „Knigge“ kann also eigentlich nie schaden, auch nicht bei der Anrede:

Das, was wir so gemeinhin „Anrede“ nennen, besteht, wenn Sie genauer hinsehen, aus bis zu vier Teilen, nämlich aus:

  • einer Begrüßungsformel,
  • eventuell einem Titel,
  • einer Anrede und
  • dem Namen.

 

Bei der Wahl der Begrüßungsformel richten Sie sich am besten nach der Tageszeit. Benutzen Sie als Gruß

  • bis etwa 10.00 Uhr: Guten Morgen
  • bis 18.00 Uhr: Guten Tag
  • und ab 18.00 Uhr: Guten Abend

 

Um diese Formeln herzlicher und persönlicher zu gestalten, sagen Sie: „Ich wünsche Ihnen einen schönen guten Morgen.“ Und entsprechend formulieren Sie zu den anderen Tageszeiten. Benutzen Sie keine nur regional üblichen Begrüßungsformeln. Es gibt geeignetere Momente, in denen Sie Ihre Heimatverbundenheit unter Beweis stellen können als gleich zu Beginn einer ersten Begegnung.

 

Die richtigen Anreden

 

  • Akademische Grade wie „Doktor“ oder „Professor“ sind selbstverständlicher Teil der Begrüßung. Falls Frau Doktor B. auch Professorin ist, wird sie mit dem Professorentitel und ihrem Namen angesprochen: „Frau Professor B.“
  • Das Adelsprädikat ist in Deutschland seit 1919 und der Weimarer Reichsverfassung kein Prädikat mehr, sondern Teil des Namens. Es wird entsprechend nicht mehr verliehen, sondern nur noch vererbt – und in der Anrede genannt. Richtig ist es also, den Vornamen vor dem ehemaligen Prädikat zu nennen: Ferdinand Graf Ritterburg (und nicht Graf Ferdinand Ritterburg).
  • Bei Personen in politischen, militärischen oder kirchlichen Ämtern wird in der Anrede meist die Funktionsbezeichnung ohne Namen genannt: Frau Bundestagspräsidentin, Herr General, Frau Bischöfin. (Falls eine Frau Regierungsrätin Wert darauf legt, Regierungsrat genannt zu werden, so respektieren Sie diesen Wunsch.)
  • Im bürgerlichen Bereich reden Sie mit Frau D. beziehungsweise Herr K. richtig an. (Die Anrede Fräulein ist antiquiert und bleibt ansonsten älteren Damen vorbehalten, die gezielt mitteilen, dass Sie so angesprochen werden wollen.)
  • Der Name wird ganz ausgesprochen, auch wenn es sich um einen Doppelnamen handelt.

 

Den Namen vergessen?

Ihnen fällt partout der Name Ihres Gesprächspartners nicht ein. Und es wird auf die Dauer nicht angenehmer, ständig so zu formulieren, dass Sie seinen Namen nicht nennen müssen. Was können Sie tun?

Vor allem nicht drum herum reden – fragen Sie direkt nach:„Würden Sie mir Ihren Namen nochmals ins Gedächtnis rufen?“ oder „Bitte helfen Sie mir bei Ihrem Namen noch mal auf die Sprünge.“ Oder schauen Sie auf die Visitenkarte, falls Sie die schon ausgetauscht haben.

 

Weitere wertvolle Anregungen (u.a. zu Kleidung, Tischmanieren und Small Talk) gibt der Jubiläumstaschenguide „Stilsicher im Beruf“ von Horst Harnisch und Matthias Nölke.

 

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