Vokabeln einprägen mit der Schlüsselwort-Methode

Veröffentlicht am von David Reinhaus

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David Reinhaus, Autor

Sie können sich zwar eine fremdsprachige Vokabel merken, weil sie ähnlich wie ein deutsches Wort klingt oder geschrieben wird, nicht aber ihre deutsche Bedeutung? Dann können Sie auf die Schlüsselwort-Methode zurückgreifen:

Lesen Sie die fremdsprachige Vokabel laut vor (z. B. engl. eye).

Suchen Sie nach einem ähnlich klingenden oder gleich geschriebenen deutschen Wort und stellen Sie es sich bildlich vor. Beispiel: engl. eye – dt. Ei. Sie denken also an ein Ei. Dieser Begriff dient Ihnen als Schlüsselwort.

Dann stellen Sie sich die Bedeutung der fremdsprachigen Vokabel bildlich vor. Also z. B.: eye – Sie stellen sich ein Auge vor.

Verknüpfen Sie Ihr Schlüsselwort in einem Bild mit der Bedeutung der zu lernenden Vokabel. Sie stellen sich also z. B. vor, dass ein Ei die Form eines Auges hat.

Sobald Sie die fremdsprachige Vokabel aussprechen, wird Ihnen das ähnlich klingende deutsche Schlüsselwort einfallen. Jetzt fällt Ihnen das Vorstellungsbild ein, das Sie zur Bedeutung der Vokabel führt.

Wieder profitieren Sie davon, dass Bilder Gefühle hervorrufen und daher gut im Gedächtnis haften bleiben. Außerdem ist das deutsche Wort bei Ihnen (sofern Sie ein Muttersprachler sind) über unzählige Nervenverbindungen fest im Gedächtnis verankert. Einen neuen Begriff, den Sie mit diesem Merkwort verknüpfen, vergessen Sie so leicht nicht mehr. Wenn Sie nun die fremdsprachige Vokabel laut vorlesen, wird Sie die Aussprache dieser Vokabel an Ihr deutschsprachiges Schlüsselwort erinnern. Dieses erinnert Sie wiederum an die mit ihm verknüpfte Bedeutung der fremdsprachigen Vokabel.

Ein paar Beispiele:
 
Sie möchten sich die Bedeutung der englischen Vokabel „fast“ merken. „Fast“ steht für „schnell“. Es liest sich wie das deutsche Wort „fast“. Jetzt können Sie sich vorstellen, dass Sie so „schnell“ gelaufen sind, dass Sie den Bus „fast“ erreicht haben.
Nun wollen Sie sich die Bedeutung der englischen Vokabel „hell“ einprägen. „Hell“ heißt auf Deutsch „Hölle“. Die Vokabel schreibt sich, wie das deutsche Adjektiv „hell“. Jetzt müssen Sie sich nur noch das Gegenteil von „hell“ vorstellen, schon sind Sie bei „dunkel“. Sie ahnen es schon, die „Hölle“ ist bekanntlich ziemlich finster.
Zu guter Letzt wollen Sie sich die Bedeutung der englischen Vokabel „bell“ merken. „Bell“ steht für „Glocke“. Diese Vokabel ließt sich wie eine Form des Verbs „bellen“. „Bellen“ ist laut. Was ist noch laut? Richtig, eine „Glocke“.

Jede gelernte Vokabel ist ein kleiner Erfolg und macht gute Laune.

Viel Freude beim Lernen wünscht
David Reinhaus

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