Vom Student zum Manager – Mit dem Master of Business Administration (MBA)

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

Tags: , , , , ,

Der MBA ist ein Studiengang, der allgemeine Wirtschaftskenntnisse vermittelt und damit für den Bereich Management ausbildet. Die Zusammensetzung der Studierenden ist sehr unterschiedlich (verschiedene Nationalitäten und unterschiedliche Fachrichtungen wie Jura, Medizin, IT, Philosophie), da dadurch die Produktivität gesteigert werden soll.

Der MBA bietet nicht nur Fachwissen, sondern aufgrund der Interdisziplinarität auch internationale Freundschaften und berufliche Kontakte. Teil des Studiums sind oft mehrmonatige Auslandsaufenthalte an einer Partneruniversität oder in einem Unternehmen. In manchen MBA-Jahrgängen gründen die Studenten sogar schon ihre eigenen Start-ups.

Inhaltlich vermittelt der MBA: Personalführung, Verkauf, Unternehmensstrategie, Marketing, Finanz- und Rechnungswesen, allgemeines Management. Zudem werden Softskills wie Kreativität, Zeitmanagement, Ethik, Teamfähigkeit, Interkulturalität und der Umgang mit Sozialen Netzwerken unterrichtet. Die Kurse werden meist in Englisch gehalten.

Um an diesem Studienprogramm teilnehmen zu können, müssen die Interessenten vorher den Graduate Management Admission Test (GMAT) bestehen. Mit dem standardisierten Test sollen Bewerber zeigen, dass sie für ein Wirtschaftsstudium geeignet sind. Deutsche Hochschulen verlangen einen GMAT-Wert zwischen 400 und 600 Punkten (maximal 800 Punkte). Der GMAT-Wert ist aber nicht das einzige Auswahlkriterium: Die meisten Business Schools erwarten auch Berufspraxis, Auslandserfahrung und Empfehlungsschreiben. Ohne den Test hat die Bewerbung aber keine Chance – Ausnahmen gibt es nur für MBA-Anwärter, die eine Promotion oder mindestens fünf Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Der Test selbst findet auf Englisch statt und wird als relativ schwer eingestuft. In Deutschland findet er nur in Hamburg, Berlin und München statt, wo sich die zertifizierten Testzentren befinden. Dreieinhalb Stunden lang müssen die Bewerber dort am PC ausgewählte Aufgaben lösen. Dabei ist der Test zum Teil nach dem Multiple-Choise-System aufgebaut. Die Teilnehmer müssen zudem in einem Essay ihre analytischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Im mathematischen Teil geht es um Algebra, Geometrie, Statistik und Prozentrechnung. Im sprachlichen Teil müssen die Bewerber Argumentationsketten überprüfen und fehlerhafte Sätze korrigieren. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich nach dem Bewerber: Wer eine richtige Antwort gibt, bekommt danach eine schwerere Frage. Liegt man falsch, wird die nächste Frage etwas einfacher, dafür bekommt man jedoch weniger Punkte.

Im Unterschied zu manch anderen Eignungstests, müssen die Teilnehmer für den GMAT zahlen. Jeder Versuch kostet 250 $ bzw. ca. 190 €. Auch eine gezielte Vorbereitung verursacht Kosten. Mittlerweile hat sich auch in Deutschland eine regelrechte Industrie um den GMAT entwickelt. Eintägige Crashkurse von kommerziellen Trainern liegen bei 150 bis 200 €. Vorbereitungskurse kosten rund 1.200 € pro Woche. Aber es geht auch billiger: Einige Unis bieten Vorbereitungskurse an und in Foren kann man sich mit anderen Teilnehmern austauschen und sich Lerntipps holen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte bestätigen Sie, dass Sie keine Maschine sind, indem Sie die Rechenaufgabe lösen. Nähere Informationen.