Von der Geschäftsidee zum Businessplan

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem Studium lockt nicht immer ein attraktives Stellenangebot. Daher entscheiden sich junge Menschen immer häufiger für die Selbstständigkeit, in der sie versuchen innovative Geschäftsideen zu verwirklichen. Wer jedoch eine Geschäftsidee tatsächlich und vor allem erfolgreich umsetzen möchte, der sollte einen Businessplan erstellen. Denn ein guter Businessplan dient nicht zur eigenen Orientierung und Vorbereitung, sondern hilft auch bei der Überzeugung von Investoren

 

Unter einem Businessplan versteht man die Zusammenfassung einer  unternehmerischen Idee und ihrer Umsetzung. Darin wird eine Strategie und die Unternehmensziele festgehalten. Zudem sollte auf die Aspekte Herstellung, Vertrieb und Finanzierung der Geschäftsidee eingegangen werden. Bedenken Sie bei der Erstellung eines Businessplans, dass er im Laufe Ihrer Planung den Entwicklungen und Gegebenheiten angepasst werden muss. Dieser Geschäftsplan ist der Bauplan Ihrer Unternehmung!

 

Ein Businessplans ist folgendermaßen aufgebaut:

 

  1. Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte kurz und prägnant formulieren.
  2. Produkt- und Unternehmensidee: Präsentation der Produktidee und des Kundennutzens (auch im Vergleich zu den Wettbewerbern).
  3. Management- bzw. Gründerteam: Nennung der Teammitglieder und deren Qualifikationen.
  4. Markt und Wettbewerb: Analyse von Markt- und Branchendaten im Hinblick auf Konkurrenten und Kunden.
  5. Marketing und Vertrieb: Darstellung der Markteintrittsstrategie und den konkreten Werbe- und Vertriebsüberlegungen.
  6. Unternehmensform: Beschreibung der Gesellschaftersituation, der gewählten Rechtsform und anderer formaler Punkte.
  7. Finanzplanung: Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, der Liquiditätsplanung und des Kapitalbedarfs.
  8. Risikobewertung und Alternativszenarien: Darstellung der Risiken und der Entwicklungen im Best-Case- und Worst-Case-Szenario.
  9. Ablaufplan (Kein fester Bestandteil, nur punktuell gefordert).

 

Der Autor Axel Singer, ist Diplom-Kaufmann und erfahren im Umgang mit Businessplänen. Er zählt im Taschenguide „Businessplan“ die zehn wichtigsten Regeln auf, die zu beachten sind, wenn man eine Geschäftsidee erfolgreich umsetzen möchte.

 

  1. Durchhaltevermögen
  2. Vollständigkeit
  3. Klare Gliederung und Formulierung
  4. Sachlichkeit und Objektivität
  5. Verständlichkeit
  6. Ordentliche Darstellung
  7. Feedback einholen
  8. Hilfen nutzen
  9. Abstimmung aller Aspekte
  10. Weiterentwicklung des Plans

 

Wenn Sie diese Punkte bei der Erstellung Ihres Businessplans beachten und sich an dem hier beschriebenen Aufbau orientieren, dürfte der erfolgreichen Umsetzung Ihrer Geschäftsidee nichts mehr im Wege stehen!

 

 

Weiterführende Literatur:

 

Axel Singler: Businessplan. 4. Auflage, Haufe, Freiburg, München 2014.

Reinhard Bleiber: Erfolgreiche Existenzgründung – mit Arbeitshilfen online. 3. Auflage, Haufe, Freiburg, München 2013.

 

Kommentare

  • Sven sagt:

    Guter Artikel! Er beleuchtet meiner Meinung nach die Keyfaktoren eines Businessplanes.

    Eine Frage: Woher nimmst du diese Behauptung?
    „Daher entscheiden sich junge Menschen immer häufiger für die Selbstständigkeit“

    Zurzeit geht der Trend eher weg von der eigenen Selbstständigkeit. Durch den Fachkräftemangel wird oft händeringend nach Arbeitnehmern gesucht. Und viele Jobs sind sicherer, als noch die Jahre davor. Zudem konnten im Jahr 2000 nocht 50% der Deutschen es sich vorstellen in die Selbstständigkeit zu gehen. Mitlerweile ist es nur noch jeder Dritte.

    Ist schade… ist aber einfach so.

    Grüße
    Sven

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