VWL für jeden! Überfüllte Hörsäle zu Semesterstart an der LMU München

Veröffentlicht am von Haufe eCampus Redaktion

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Die Semesterferien sind zu Ende und an der Ludwig Maximilians-Universität München begannen diese Woche wieder die Vorlesungen. Die Studienanfänger und Lehrbeauftragte der Volkswirtschaftslehre stellt dies jedoch vor bisher ungeahnte Schwierigkeiten. Denn ein Studienplatz bedeutet dieses Semester nicht unbedingt auch einen Sitzplatz.

Bereits am 21. Januar berichtete die Süddeutsche Zeitung über die Abschaffung des Eignungstest für den Bachelorstudiengang VWL an der LMU München. Das Wissenschaftsministerium hatte den seit 2005 bestehenden Test nicht länger genehmigt, denn mit bestandenem Abitur wird bereits die Eignung für ein Hochschulstudium nachgewiesen. Somit war es jedem Abiturienten möglich, sich an der LMU zum Sommersemester für VWL einzuschreiben. Die Fakultät rechnete deshalb mit einem erhöhten Andrang – statt bisher ca. 100 wurden 250 – 500 Erstsemester erwartet. Weit gefehlt. Zum Vorlesungsstart diese Woche waren es über 1000, die Kapazitäten des Fachs werden um das 10-Fache überschritten.

Auf der Website der Volkswirtschaftlichen Fakultät ist das Krisenmanagement erkennbar. Die Vorlesungen werden mehrfach abgehalten und den Studierenden auch übers Internet zur Verfügung gestellt. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass keine Anwesenheitspflicht besteht. Trotzdem warnt ein markanter roter Schriftzug davor, dass Veranstaltungen wegen Überfüllung nicht stattfinden oder abgebrochen werden könnten. Dies ist nicht zuletzt aufgrund von Sicherheitsrisiken wie blockierten Fluchtwegen der Fall. Die Einführung einer Zulassungsbeschränkung für die nächsten Semester ist bereits angedacht. So wäre beispielsweise ein lokaler Numerus clausus möglich.

Da im Sommersemester nur wenige Studiengänge beginnen, wäre es allerdings möglich, dass sich einige Studenten nur eingeschrieben haben, um Zeit zum Wintersemester zu überbrücken oder um die Vorteile des Studentenstatus nutzen zu können. Es bleibt spannend zu verfolgen, ob sich durch das Urteil des Wissenschaftsministeriums ein Trend abzeichnet und in nächster Zeit mehr Eignungstests abgeschafft oder überarbeitet werden müssen.

Laut Universität kam der Eignungstest eigentlich den Studenten zu Gute, denn sie waren durch den Eignungstest auf die speziellen Anforderungen des Fachs besser vorbereitet. So sank die Durchfallquote in den weiteren Prüfungen des Studiengangs von 50 – 70 % auf nurmehr 15 – 25 %.
Falls Sie Interesse haben: Die LMU bietet auf http://www.econmap.de/efv  den Eignungstest als freiwilligen Selbsttest an. Bereits die ersten der anspruchsvollen Fragen stellen die Allgemeinbildung auf eine harte Probe. Soforthilfe schafft hier der TaschenGuide „VWL Grundwissen“ von Julia Fath und Steffen Roth, ISBN 978-3-448-09952-2.

 

Quellen:

http://www.vwl.uni-muenchen.de/aktuelles/veranstaltungen/semesterstart20141/index.html

http://www.vwl.uni-muenchen.de/studpl_vergabe/faq_efv/index.html

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